20 Jahre bdfm

Im Mai feierte der Bundesverband der Freien Musikschulen (bdfm) sein 20-jähriges Bestehen. Der Verband wurde 1997 als „Bundesverband deutscher Privatmusikschulen bdpm e.V.“ auf die Initiative Thüringer Musikschulleiter mit dem Ziel, das Musikleben auf kommunaler, Länder- und Bundesebene zu fördern und die Qualität zu sichern und zu verbessern, gegründet.

Zu den Errungenschaften des Verbands zählen die bdfm-Akademie mit einem Weiterbildungsangebot für Musikschulleiter sowie Kids Love Music, ein Sozialfonds zur Unterstützung sozial benachteiligter Kinder. Mit Musik-Wettbewerben fördert der bdfm das aktive Musikleben und als Herausgeber der Fachzeitschrift "musikschule intern" setzt sich der Verband für die Verbesserung der Musikschulqualität und Anerkennung des freien Musikschulwesens ein. Politisch aktiv, im Deutschen Musikrat, sowie aber auch im direkten Austausch mit Ministerien und Politikern auf kommunaler und bundesweiter Ebene, engagiert sich der bdfm für ein sozial gerechtes und qualitativ hochwertiges Musikschulwesen.

Mit seinem Qualitätssiegel „Zertifizierte Musikschule im bdfm“ bestätigt der Verband die pädagogische und fachliche Qualität einer Musikschule. Mit der „bdfm-Lehrbefähigung“ wird guten Musiklehrern mit künstlerischer und pädagogischer Praxiserfahrung — die aber kein Diplom oder gleichwertigem Abschluss haben — die Möglichkeit geboten, nach erfolgter Prüfung an zertifizierten Schulen zu unterrichten.

Große Aufgaben für die Zukunft
Der bdfm wird sich nach eigener Aussage auch weiterhin für die Anerkennung der Leistung von Musikschulen in freier und privater Trägerschaft engagieren. Ihr Musikschulunterricht sei eine wichtige Säule der musikalischen Bildung. Dabei stünden die Qualitätsstandards des bdfm denen der kommunalen Musikschulen um nichts nach.

Die öffentliche Musikschulförderung muss laut bdfm grundsätzlich neu aufgestellt werden: Weg von der einseitigen, massiven Besserstellung einiger ausgewählter Institutionen, hin zu einer flächendeckenden und gleichmäßigen Förderung von qualifiziertem Musikunterricht. Die Arbeitsverhältnisse im Musikschulwesen sollen verbessert werden. Rechtsunsicherheit beziehungsweise -ungerechtigkeiten in der Bewertung von Arbeitsverhältnissen und Umsatzsteuerbefreiungen müssen politisch korrigiert werden, so der Verband weiter.

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