AZUMI: Motivation durch Erfolg

Die Flöten der Marke AZUMI aus dem Vertrieb ARTIS Music – Division of MUSIK MEYER GmbH gehören zu den beliebtesten Instrumenten bei Flötenschülern. Die Unterstützung von Lehrern und Schülern ist ein fester Bestandteil der AZUMI-Marken-DNA. Wir haben mit Querflötenlehrerin und AZUMI Endorserin Claudia Wälder-Jene über die Markenphilosophie, Workshops und Musikunterricht gesprochen.

Wie ist die Zusammenarbeit mit AZUMI entstanden?
Claudia Wälder-Jene: Ich bin durch meine hauptamtliche Tätigkeit als Musiklehrer zu AZUMI gekommen. Ich hatte mit Schülern von mir beim AZUMI Flutecontest teilgenommen. Meine Schüler hatten dabei sehr gut abgeschnitten. Daraufhin gab es eine Party im Saarland, wo ich die Firma und die Verantwortlichen kennen lernen durfte. Sie waren auf der Suche nach jemandem, der für die Marke spricht und das Produkt bewirbt. Daraufhin habe ich mit einer meiner Schülerinnen ein Fotoshooting gemacht. Ich war also zunächst nur Werbegesicht auf Prospekten oder Bannern ohne weitere Funktion. Da AZUMI Schülerflöten herstellt, haben sie dann ihre Education-Reihe eingeleitet, mit Workshops und Weiterbildungen sowohl für Lehrer und Schüler als auch Musikalienhändler. Solche Workshops führe ich nun für AZUMI durch. Die Zusammenarbeit ist sehr authentisch entstanden. Schon vor dem Kennen lernen spielte ich ALTUS und die AZUMI-Flöten sind ja mit den ALTUS-Kopfstücken ausgestattet. Ich habe also schon die Marke gespielt und konnte nun die Schülerflöten kennen lernen.

Wodurch zeichnet sich das Workshop-Konzept aus?

Claudia Wälder-Jene: Die Workshops umfassen ganz unterschiedliche Themen. Im Vordergrund steht bei AZUMI die Motivation von Schülern. Bei den Kindern geht es darum, zu vermitteln, dass Flöte spielen Spaß macht. Den Lehrern geben wir Tipps, wie sie ihre Schüler motivieren können, wie sie es schaffen, dass das Musizieren für die Schüler wichtig wird. Wir geben pädagogische oder auch Literatur-Tipps. Das kann man sowohl bei Pädagogen als auch bei Händlern machen. Zusammengefasst: Es ist ein pädagogisches Konzept für Schüler, Lehrer und ein besonderes Bonbon für den Händler.

Was sind die Inhalte eines Workshops für Lehrer genau?
Claudia Wälder-Jene: Methodik, Didaktik und Tipps zur Aufbereitung des Unterrichtsmaterials. AZUMI steht als Marke und Hersteller dahinter und unterstützt die Lehrer in Deutschland, Österreich und den Benelux-Ländern, indem sie diese Veranstaltungen sponsern und den Lehrern so interessante Inhalte anbietet. Ein Workshop hieß beispielsweise „Begeistern, Motivieren, Identifizieren“ - das war eine Art Allround-Workshop. Eine andere Veranstaltung drehte sich um das Thema „Wie gestalte ich ein Klassenvorspiel so, dass möglichst viele Spaß haben“. Das ist quasi Basisarbeit.

Was zeichnet neben dem Begeistern junger Menschen für das Musizieren noch die Philosophie von AZUMI aus?
Claudia Wälder-Jene: Zunächst das Material an sich. AZUMI baut Flöten in diesem Schülersektor, die qualitativ sehr hochwertig sind und dabei auch noch sehr gut klingen. Durch die Qualität kann man die Lehrer überzeugen. Die Lehrer stehen hinter den Instrumenten und sagen: „Das ist ein gutes Haus, eine gute Marke. Kauf das. Das Geld lohnt sich.“ Für AZUMI ist es wichtig die Lehrer umfassend zu unterstützen. Dazu gehören auch die Wettbewerbe, um die Leistungsfähigkeit von Schülern zeigen zu können.

Warum eigenen sich die Flöten von AZUMI besonders gut für Einsteiger und Anfänger?
Claudia Wälder-Jene: Zum einen durch ihre Robustheit. Ich hatte noch keine AZUMI-Flöte, die schnell gelitten hat oder anfällig war für Reparaturen. Die Verlässlichkeit ist für mich als Lehrer besonders wichtig. Es gibt verschiedene Cuts bei den Flöten: den S-Cut und den Z-Cut. Dies beschreibt die Kante, die man beim Hereinblasen treffen muss. Gerade bei der Z-Cut fällt es Anfängern sehr leicht einen schönen vollen und brillanten Ton zu erzeugen. So haben die Kinder schnell einen Lernerfolg. Auch die Mechanik ist sehr bequem, gerade für Kinder. Die S-Serie richtet sich mehr an fortgeschrittene Flötistinnen und Flötisten mit höheren Ansprüchen.

Welches Feedback bekommen Sie von den Fachhändlern?
Claudia Wälder-Jene: Ich habe relativ viel Kontakt mit den Fachhändlern, besonders bei uns in der Region. Die Händler sind prinzipiell auch alle begeistert. Da kommen auch mal Aussagen wie „das ist der Rolls Royce unter den Schülerflöten“. Sie bekommen auch ganz wenig Reklamationen.

Wie viele Kinder sind denn schon durch Ihre Schule gegangen?
Claudia Wälder-Jene: Das kann ich gar nicht zählen. Ich bin schon seit 17 Jahren bei uns an der Musikschule und habe pro Woche zwischen 50 und 60 Schüler. Aber unabhängig davon, dass ich für AZUMI tätig bin, spielen meine fortgeschrittenen Schüler alle AZUMI. Meine Schüler wissen zwar, dass ich auch für die Firma arbeite, aber ich fahre mit ihnen ganz neutral zum Musikhaus und wir probieren verschiedene Marken aus. In den letzten Jahren zeichnet sich ab, dass Flötisten, die gerade ihr Abitur machen oder zum Studieren gehen, immer länger spielen. Sie gehen nicht aus dem Musikschul-Dasein raus und bleiben dabei.

Haben Sie hierfür Beispiele?
Claudia Wälder-Jene: Ich hatte viele Schüler, die ein Schulmusik-Studium angetreten oder Wettbewerbe gewonnen haben. Ich habe bei meinen Schülern eine hohe Leistungsfähigkeit in diesem Amateurbereich. Darauf bin ich sehr stolz. Sie werden in der Musikschule oder im Musikverein groß und gehen dann in verschiedene Orchester.Sie bleiben dabei, auch als junge Erwachsene, wenn sie ins Berufsleben eintreten und bilden sich zum Beispiel in Workshops immer noch fort.

Wie gut sind die Workshops im Allgemeinen besucht?
Claudia Wälder-Jene: Das ist immer unterschiedlich. Auf Festivals ist der Saal natürlich voll, dort sind ja hunderte Flötisten und viele Pädagogen, die interessiert sind. Bei Händlern ist es natürlich davon abhängig, wie gut er seine Kunden motivieren kann. Im kleinen Rahmen kommen durchschnittlich zwischen 20 und 25 Teilnehmer.

Welchen Wissensstand haben die Workshop-Teilnehmer?
Claudia Wälder-Jene: Die Lehrer kennen die Marke AZUMI. Sie haben meist ein bis zwei Schüler in ihrer Klasse, die AZUMI spielen. Die Lehrer interessieren sich dann aber hauptsächlich für die Grundprobleme des Unterrichtens. Das Thema nehmen sie gerne an, mögen dann aber besonders diesen Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit mir und den anderen Teilnehmern. Es geht um Fragen wie „Wie kann ich Schüler halten?“ oder „Wie kann ich die Existenz als Instrumentallehrer stemmen?“. Vom Material angefangen über die Unterrichtsliteratur ist es ein großes Gesamtprojekt, das man als Lehrer bei jedem Schüler aus dem Hut zaubern muss. Diesen Austausch verbinden sie dann auch mit der Marke AZUMI.

Wie stellt sich die Situation für Flötenlehrer in Ihren Augen derzeit dar?
Claudia Wälder-Jene: Angeblich hat es jeder nicht so leicht. Ich kann es mir nicht vorstellen, denn bei mir gibt es immer eine Warteliste. Von daher glaube ich nicht an diesen Pessimismus, der vorherrscht. Ich denke aber, dass man heute mehr tun muss, egal ob als Lehrer, Schulleiter, Eltern oder Händler. Man muss anders herangehen. Es ist auf dem Dorf auch nicht mehr so, dass die eine Hälfte der Kinder in den Fußball- und die andere Hälfte in den Musikverein geht. Die Eltern sind wählerischer und auch die Kinder sind es. Es ist eine schnelllebige Zeit. Auch den Gedanken, was man anfängt, macht man fertig, gibt es heute so nicht mehr. Die Kinder dürfen viel ausprobieren. Dann wird eine Flöte gekauft und zur Not verkauft man sie eben wieder. Deswegen kann ich diese angespannte Stimmung verstehen, aber ich glaube, man kann da ganz klar dagegenwirken. Meines Wissens gibt es zwar weniger Kinder, dafür machen im Durchschnitt mehr Kinder Musik als früher. Daher ist es wichtig, dass man sich als Marke etabliert. Früher gab es mehr Marken, besonders im No-Name-Bereich. Die Leute, die heute ein Instrument kaufen, wollen aber Qualität haben.

Wie sehen Sie die Rolle von allgemein bildenden Schulen?

Claudia Wälder-Jene: Die werden immer wichtiger. Es ist aber schwierig. Zum einen gibt es das Problem des Nachmittagsunterrichts. Da müssten die Schulen offen sein für gute instrumentale Ausbildung. Dass die Kinder sich für Musik begeistern lassen, egal ob in der Grundschule oder in der weiterführenden Schule, stelle ich überhaupt nicht in Frage. Alle Kinder kann man für Musik begeistern, egal mit welchem Instrument. Es gibt viele Ansatzmöglichkeiten. Beispielsweise durch gutes Personal in der Schule – es ist nicht in jeder Schule gegeben, dass es Lehrer gibt, die ihre Ausbildung mit Schwerpunkt Musik gemacht haben. Auch wenn es keine Fachkräfte direkt vor Ort in den Schulen gibt, so hat man in Deutschland viele Kooperationsmöglichkeiten.

Wie kann man Kinder zum Musizieren in Ihren Augen motivieren?
Claudia Wälder-Jene: Man muss die Kinder motivieren, indem sie schnell und von Anfang an Erfolge sehen und sie wissen, wo es mal hingehen kann und was sie damit tun können. Das ist vor allem in der heutigen Zeit mit dem gestiegenen Freizeitangebot wichtig. Die Kinder sind einfach gewohnt, schnelle Wechsel zu machen und ihren Kopf auf etwas anderes zu konzentrieren. Die Ausbildung ist dadurch auch eine ganz andere. Da kann man nicht mehr mit dem Konzept kommen, das man selbst mal genossen hat. Mit „Friss oder Stirb“ kommt man nicht mehr weiter. Man muss als Lehrer immer nachjustieren in seiner Art und seinem Konzept. Man ist zu einem extrem großen Teil auch Motivationstrainer. Ich versuche den Kindern meiner Flötenklasse Möglichkeiten zu geben, in irgendeiner Form gemeinsame Projekte zu machen, sei es ein Klassenkonzert oder ein besonderes Thema zu erarbeiten. Ich versuche sie mit möglichst viel Input zu beschäftigen, sodass sie über das Jahr gesehen fünf, sechs Dinge machen, die nicht nur in den normalen Instrumentalunterricht reinfallen. Dazu gehört beispielsweise auch der AZUMI Flutecontest. Da machen bei mir fast alle Schülerinnen und Schüler mit. Das tut nicht weh, macht Spaß und sie bekommen eine Belohung am Schluss. Es gibt einen großen Pott an Auswahlmöglichkeiten, dadurch wird die Querflöte wichtig für die Kinder. Dann kann man sie greifen und es wird auch nicht gejammert, wenn es ums Üben geht.


Über Claudia Wälder-Jene

Claudia Wälder-Jene ist als Dozentin für die Fächer Querflöte, Atmung, Gehörbildung, Rhythmus und Musiktheorie bei Kammermusikkursen und Lehrgängen unterschiedlicher Art gefragt. Sie unterrichtet an der Musikschule im Landkreis St. Wendel, ist als freie Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Flöte e.V. beschäftigt. Ganz klar liegt ihr Schwerpunkt auf der musikalischen Arbeit mit Jugendlichen. So versucht sie nachhaltig die Leistungsfähigkeit, die Lust und die Freude am gemeinsamen Musizieren sowie die Motivation der Jugendlichen sich weiterzubilden zu wecken. Ihr Schwerpunkt liegt auf der musikalischen Arbeit mit Jugendlichen. Die Freude am gemeinsamen Musizieren, Motivation zur Weiterbildung und die Entwicklung der Leistungsfähigkeit jugendlicher Flötistinnen und Flötisten stehen für Claudia WälderJene im Mittelpunkt.