Beyerdynamic setzt auf deutsche Fertigung

Auch zukünftig will der Heilbronner Hersteller unter der Leitung von Wolfgang Luckhardt Mikrofone und Kopfhörer zum großen Teil von Hand fertigen.

Globalisierung gegen den Trend: Anders als deutsche Fensterbauer, Automobil-Hersteller, Stofftier-Produzenten oder Batterie-Fabrikanten, die Teile ihrer Fertigung zunächst ins Ausland verlagerten und anschließend wieder zurückholten, ist beyerdynamic dem Firmenstandort Deutschland treu geblieben. In Heilbronn werden Mikrofone und Kopfhörer bis heute zum großen Teil von Hand gefertigt.

 

Die Philosophie "Made in Germany", die beyerdynamic sowohl in der Unterhaltungselektronik als auch im Unternehmensbereich Konferenztechnik verfolgt, hat eher betriebswirtschaftliche als nostalgische Gründe: Die relativ geringe Automatisierung beispielsweise ermöglicht eine hohe Flexibilität und schnelle Anpassung an veränderte Marktbedingungen. Diese Strategie zahlt sich aus: Der Umsatz des Traditionsunternehmens konnte seit 2003 nahezu verdoppelt werden. Das Halbjahres-Fazit für 2012 fällt ebenfalls sehr gut aus, man ist erneut auf Kurs "zweistelliger Umsatzzuwachs".


Diesen Erfolg verantwortlich mitgestaltet hat seit Oktober 2002 Dipl.-Ing. Wolfgang Luckhardt als Alleingeschäftsführer von beyerdynamic. Er schaffte in den letzten 10 Jahren nicht nur den Turnaround des Heilbronner Audiospezialisten und erhöhte die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die hoch motivierte Belegschaft wurde in diesen Jahren gezielt erweitert, erhebliche Investitionen in innovative Produkte und in Betriebsmittel am Standort wurden in Übereinstimmung mit den Eigentümerinnen getätigt. Als gelernter Maschinenbau-Ingenieur strukturierte er die Organisation kundenorientiert und im Sinne von "Made in Germany" um. Mit seiner Philosophie "Man muss an allen Rädchen drehen" hat der 52-jährige Luckhardt die Tradition des 1924 gegründeten Familien-Unternehmens fortgeführt.

 

Die Devise für die Zukunft des Unternehmens bleibt das Wachstum aus eigener Kraft. "Unsere Kernkompetenzen und die weitere Fokussierung auf einzelne Marktsegmente werden dabei mehr und mehr in den Mittelpunkt rücken", prognostiziert Luckhardt. "Wir werden weiterhin an allen Stellschrauben im Unternehmen drehen und dabei stets offen sein für Anregungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gleichzeitig werden wir der steigenden Zahl unserer weltweit verteilten Kunden weiter sehr genau zuhören. Wir wollen auch künftig eine konkurrenzfähige Produktion in Heilbronn gewährleisten", so Geschäftsführer Luckhardt.

 

Quelle/Bilder: beyerdynamic, Ursula Hinkel