Chancen erkennen und nutzen

Im Interview mit "das musikinstrument " erläutert Markus Brandt das Konzept und das Programm für den Businesskongress 2009. Die Veranstaltung findet vom 14. bis 15. Mai am Spitzingsee statt.

Markus Brandt, Kongressleiter des Business Excellence 2009, dem Kongress für die MI- und ProAudio-Branche, erläutert im Gespräch mit "das-musikinstrument.de" das Konzept und Programm der Veranstaltung. Der Kongress findet vom 14. bis 15. Mai im ArabellaSheraton-Hotel am bayerischen Spitzingsee statt.

 

Worum geht es beim diesjährigen Businesskongress?
Um die "Chancen in der Kreativwirtschaft". Wir sehen in der wirtschaftlichen Entwicklung ein erhebliches Potenzial für die Musikinstrumentenbranche. Gerade in schwierigen Zeiten besinnen sich die Menschen auf vieles, was uns nützt. Das gilt es auszuloten und in Gewinn umzumünzen.

 

Was leistet der Kongress?
Damit die Musikinstrumentenbranche ihre Chancen umsetzen kann, muss sie diese genau kennen. Dafür haben wir einen Vortrag eines Sachverständigen der Kreativwirtschaft. Dann müssen die Unternehmen die aktuellen Risiken einschätzen können und erkennen, an welcher Stelle sich Chancen bieten. Dafür haben wir einen Wirtschaftsforscher dabei. Schließlich müssen sich die Akteure taktisch klug verhalten. Dazu wird ein Strategieberater wertvolle Tipps geben. Außerdem bringen wir einen Handelsexperten mit Empfehlungen zur Stützung des Einzelhandels und zwei Unternehmer mit Erfahrungsberichten aus ihrer eigenen Praxis.

 

Was bietet der Kongress sonst noch?
Einen in der Branche einzigartigen Gedankenaustausch, in Form von offenen Podiumsdiskussionen, von Profi-Coaches geleitete Arbeitsgruppen und viel Raum für freies Networking.

 

Gibt es einen Unterschied zu den ersten beiden Kongressen am Spitzingsee?
Ja, ich denke schon. Wir haben viele gute Anregungen der Teilnehmer umgesetzt. Das fängt bei dem neuen Termin im Frühjahr an und setzt sich fort in der Programmplanung. So ist das Programm diesmal weniger dicht gedrängt und lässt mehr Spielraum für den Austausch der Teilnehmer untereinander. Um das zu forcieren, haben wir diesmal neben den Hauptvorträgen Arbeitsgruppen statt Seminare geplant und außerdem zwei statt einer Podiumsdiskussion, an der auch die Referenten teilnehmen werden.

 

Gibt es so etwas wie einen "roten Faden" dieser Veranstaltung?
Ja, das Motto gibt es bereits vor: Wir konzentrieren uns inhaltlich komplett auf die Chancen in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage. So gesehen handelt es sich um einen regelrechten Wirtschaftsgipfel für unsere Branche.

 

Glauben Sie selbst daran, dass unsere Branche momentan vor lauter Chancen frohlockt?
Es geht nicht um das Frohlocken. Sondern um eine realistische Bewertung der Lage und die richtigen Schlussfolgerungen. Wir haben schon auf den letzten beiden Kongressen viel über gesellschaftliche Trends und Entwicklungen gelernt. Vieles davon kommt uns absolut entgegen: steigendes Qualitätsbewußtsein etwa oder die wachsende Bedeutung des gesamten Emotionalen. Hier können die Angebote unserer Branche wirklich punkten. Woran es häufig mangelt, ist Veränderungsbereitschaft und Innovation. Eine wirtschaftliche Herausforderung wie im Augenblick fordert beides mit Macht ein.

 

Man könnte meinen, Sie begrüßen die Krise?
Erstens sehe ich bei uns noch keine Krise. Selbst bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistung wie aktuell prognostiziert befinden wir uns auf einem Niveau wie vor wenigen Jahren. Ging es uns da wirklich schlecht? Zweitens sehe ich natürlich die Verunsicherung bei einigen und einen Trend, lieber Mauern gegen den Sturm zu errichten, statt Windmühlen zu bauen. Da gibt es auch einige Zögerlichkeiten dem Kongress gegenüber. Meine Erfahrungen sagen mir, Gewinner sind diejenigen, die "Chancen-Seher" sind, und nicht "Problemdenker". Eine momentan tatsächlich greifbare Chance liegt vor: Der Businesskongress mit seinen vielfältigen Möglichkeiten, selbst wenn es am Ende "nur" eine Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins gebracht haben sollte. Schließlich wirken wir alle permanent auf unsere Umgebung, und beeinflussen sie. Und wer jetzt zu ängstlich ist, zwei Tage Zeit und einen überschaubaren finanziellen Beitrag für einen Chancen-Kongress unserer Branche zu investieren, sendet meiner Meinung nach das falsche Signal.

 

Informationen zum Programm, Referenten und Veranstaltungsort findet man auf der Website http://www.kongress.ppvmedien.de/.