Chinesische Investoren sind an Gibson interessiert

Die Schuldenlast von Gibson weckt Begehrlichkeiten bei verschiedensten Investoren-Gruppen. Nun soll ein Konsortium aus China sein Interesse an Gibson bekundet haben.

Die Website digitalmusicnews.com berichtet, dass ein „Konsortium chinesischer Investoren derzeit nach strategischen Investitionsmöglichkeiten im Bereich der Musikinstrumentenherstellung“ suche. Ein Berater dieser Investorengruppe habe demnach Digital Music News mitgeteilt, dass diese aktuell nicht genannt werden möchte und darüber hinaus „momentan viele verschiedene Investitionsmöglichkeiten in Betracht“ ziehe.

Laut einer weiteren Quelle solle ein möglicher „Buy-out“ (also das Aufkaufen massiver Geschäftsanteile, das schließlich zur Übernahme führt) – falls überhaupt – erst in einigen Monaten erfolgen, da die Investorengruppe dann aufgrund des Fälligkeitsdatums der ausstehenden Kreditrückzahlungen besonders niedrige Preise erwarte.

Die Investorengruppe verfüge über „ausreichende Ressourcen für einen Buy-out“. Im Falle einer erfolgreichen Übernahme solle Gibsons weltweit bekannter Markenname genutzt werden, um „deutlich mehr Gitarren zu verkaufen“, wie digitalmusicnews.com schreibt.

Weiter heißt es: „Die Strategie sieht eine effizientere Herstellung, bessere Preise und Vertriebsmaßnahmen sowie optimierte Online-Verkäufe und -Anpassungsmöglichkeiten vor.“ Eine weitere Quelle zitiert digitalmusicnews.com wörtlich: „Wie man sich vorstellen kann, sind die Investoren am Namen ‚Gibson‘ interessiert und an sonst nichts. Das heißt also ‚Auf Wiedersehen‘ für all die antiquierten Einzelhandelsbeziehungen, die schlechten Preise und das schlechte Management. Ein Bankrott führt dazu, dass sie reinen Tisch machen und von vorne beginnen.“