CITES: Neueinstufung von für den Musikinstrumentenbereich relevante Holzsorten

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (Convention on International Trade of Endangered Species, in Deutschland auch: WA) regelt und beschränkt den Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Vor kurzem fand in Johannesburg die 17. CITES Konferenz statt. Sie hat den Schutz auf mehrere für den Musikinstrumentenbau wichtige Hölzer ausgedehnt. So werden schon in Kürze sämtliche bislang nicht geschützten Palisander-Unterarten, Kosso und Bubinga in Schutzstufe II gestellt. Diese kommen beispielsweise bei Gitarren, Holzblasinstrumenten, Kastagnetten, Xylophonen und Orff´schen Instrumenten vor. Die Neuregelung muss in der EU noch in die EG-Artenschutzverordnung übernommen werden, wird in allen anderen CITES-Mitgliedsstaaten aber schon 90 Tage nach Beschlussfassung wirksam.

Für Hersteller, Vertriebe und Handel wirken sich die Handelsbeschränkungen bei Ein-und Ausfuhr, im Binnenhandel und in Gestalt einer Buchführungspflicht aus. Wie diese genau aussehen soll, muss vom Bundesamt für Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium und den Landesbehörden erstellt noch erstellt werden. Um den zukünftigen Handel mit Produkten transparenter zu machen, werden buchhalterische Anforderungen auf alle am Markt beteiligten Firmen zukommen.

Zuständig für die Buchführungspflicht sind die Bundesländer. SOMM und andere Verbände setzen sich für praxisgerechte und bundesweit einheitliche Lösungen ein, die den Handel mit betroffenen Produkten nicht ungebührlich erschweren. Mit weiteren Informationen hierzu sei laut SOMM nocht vor Inkrafttreten der Neuregelungen zu rechnen.

 

www.somm.eu

www.cites.org