CITES-Update: Änderungen für Import und Export in der Schweiz ab 1. Mai

Ab dem 1. Mai 2017 treten auch in der Schweiz die Änderungen des CITES-Abkommens in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt wird für den Import gelisteter Holzarten eine Einfuhrbewilligung benötigt. Das entsprechende Antragsformular hat das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auf seiner Webseite bereitgestellt. Wer regelmäßig, gewerbsmäßig Produkte mit den betroffenen Arten in die Schweiz importiert, kann direkt sich an das BLV wenden und Bewilligungen erhalten, die mehrmals verwendet werden können. Ab dem Stichtag müssen die Importsendungen mit diesem Dokument und der (Wieder-)Ausfuhrbewilligung des Exportlandes angemeldet werden. Der Zoll erhebt eine Kontrollgebühr von 60 Schweizer Franken. Die Kontrolle ist innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Verzollung an einer Kontrollstelle Ihrer Wahl durchzuführen. Dort wird ein Beleg der legalen Einfuhr, der sogenannte Passierschein, erstellt.

Export aus der Schweiz
Für die Wiederausfuhr aus der Schweiz muss ebenfalls eine Bewilligung beim BLV beantragt werden. Das entsprechende Formular finden Sie hier. Für Einfuhren nach dem 1. Mai muss für die Bewilligung ein Passierschein vorliegen.

Bestandskontroller für Schweizer Händler
Händler in der Schweiz müssen eine Bestandskontrolle (Inventar) führen, die bei Kontrollen vor- oder bei Ausfuhrgesuchen beigelegt werden müssen. Dieses enthält alle vorhandenen Angaben zum Ursprung der Ware. In der Schweiz besteht, anders als in Deutschland, aber keine aktive Meldepflicht. Dies gilt sowohl für Vorerwerbsware als auch für neue Exemplare.

www.blv.admin.ch