CITES-Update: Änderungen treten zum 2. Januar 2017 in Kraft - SOMM und GDM in weiteren Gesprächen

Nach den Gesprächen der SOMM und des GDM mit dem Umweltministerium (BMUB) steht fest, dass die Änderungen zum Artenschutzabkommen CITES und die damit verbundene Verordnung zur Meldung der Instrumente mit den geschützten Palisander wie geplant am 2. Januar 2017 kommen werden. Die gesetzliche Grundlage gilt allerdings erst mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union. Wann dies soweit ist, ist nicht bekannt, kann aber zeitnah erfolgen. Die SOMM und der GDM stehen weiterhin in Kontakt mit den zuständigen Behörden und Ministerien, um nach wie vor über die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Durchführung der Verordnung zu verhandeln. Die Bereitschaft dazu wurde den Branchenverbänden signalisiert. Die Verbände werden sich zu gegebenem Zeitpunkt zum Verhandlungsstand äußern.

Der Branchenverband gibt durch Geschäftsführer Daniel Knöll zu Bedenken: „Das Fortbestehen und der Zugang zu Musikinstrumenten ist sowohl in kulturpolitischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein wichtiger Bestandteil der Musikwirtschaft: Zum einen würde durch den Ausfall zusätzlicher Angebote ein radikaler Einschnitt der kulturellen und musikalischen Prägung unserer Gesellschaft wegfallen, zum anderen bestünde die Gefahr des Zerfalls eines zusätzlichen Sektors für kulturelle Bildung in Deutschland und auch der Beitrag der MI-Branche am Gesamtumsatz der Musikwirtschaft als Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft würde massiv beeinträchtig werden. Schon jetzt sehen sich kleinere Händler mit den Anforderungen überfordert und werden aufgrund von Regularien und Verordnungen möglichweise Ladengeschäfte schließen. Der Verlust von Arbeitsplätzen wäre unter anderem dann die Folge.“

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