Deutsche Wirtschaftslage im Oktober

Treibende konjunkturelle Kraft in Deutschland ist weiterhin die Industrie.

Treibende konjunkturelle Kraft in Deutschland ist weiterhin die Industrie. Zwar schwächte sich die industrielle Erzeugung zuletzt im August um 1,0 %[2] ab, nachdem sie im Monat zuvor kräftig zugenommen hatte. Der aktuelle Produktionsrückgang sei aber zu einem maßgeblichen Teil auch auf einen dämpfenden Ferieneffekt zurückzuführen, so das Bundesministerium für Wirtwschaft und Technologie. In der Tendenz zeigt sich die Industrieproduktion weiter aufwärts gerichtet. Allerdings verlieren die positiven Nachfrageimpulse tendenziell weiter an Kraft. So haben sich die Auftragseingänge in der Industrie in den letzten beiden Monaten spürbar abgeschwächt, wobei auch hier ein Ferieneffekt die Abschwächung überzeichnete. Insgesamt hat die Bestelltätigkeit aber deutlich an Schwung verloren. Damit zeichnet sich eine schwächere Dynamik der industriellen Aktivität ab. Diese Entwicklung kommt auch im Rückgang wichtiger Stimmungsindikatoren wie dem ifo-Geschäftsklimaindex oder dem Markit-Einkaufsmanagerindex zum Ausdruck.

Ein deutlich stabilisierender Faktor der Konjunktur bleibt die weiterhin positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Bei anhaltendem Beschäftigungsaufbau geht die Zahl der Arbeitslosen weiter deutlich zurück. Die Arbeitslosenquote sank im September auf 6,6 %. Dabei bewegt sich die Arbeitskräftenachfrage immer noch auf hohem Niveau. Insbesondere der Mangel an Fachkräften erweist sich in manchen Branchen und Regionen immer mehr als Wachstumsbremse.

 

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