Deutschland führend bei qualitativ hochwertigen Musikinstrumenten

In einer Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums zum "Branchenhearing Musikinstrumentenindustrie" resümiert Staatssekretärin Dagmar Wöhrl, dass deutsche Hersteller ihre führende Stellung bei qualitativ hochwertigen Musikinstrumenten behauptet haben.

Am 24. Oktober 2008 hatte ein Branchengespräch mit den Herstellern von Musikinstrumenten in Nürnberg stattgefunden. Gemeinsam mit den maßgeblichen Branchenvertretern wurden dort kultur- und kreativwirtschaftliche Themenfelder in den Blick genommen und der aus Branchensicht bestehende Anpassungs- und Handlungsbedarf diskutiert. Schwerpunkte der Diskussion waren u. a. das Profil der Branche, die industrielle und handwerkliche Produktion in Deutschland, die mit der zunehmenden Globalisierung verbundenen Chancen und Risiken, die Auswirkungen der Finanzmarktkrise sowie Fragen der Innovation, Berufsausbildung und Musikerziehung.

 

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar G. Wöhrl: "Die deutschen Musikinstrumentenhersteller sind ein gutes Beispiel dafür, dass sich die Spezialisierung auf qualitativ hochwertige Produkte auszahlt. Trotz zunehmendem Wettbewerbsdruck auf den Weltmärkten konnten sie ihre Umsätze im Jahr 2007 steigern."
Die zur Kultur- und Kreativwirtschaft zählende Teilbranche "Musikinstrumentenindustrie" hat einen beachtlichen Anteil an der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung. Im Jahr 2007 lagen die Umsätze bei 420 Mio. Euro. Wachstumsträger waren, wie schon in den Vorjahren, die Exporte. Diese stiegen um 6 % an. Um im Bereich des qualitativ hochwertigen Sortiments die führende Stellung auch künftig zu behaupten, werden erhebliche Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung unternommen. Beim Einzelhandel mit Musikinstrumenten und Musikalien lag der Umsatz im Jahr 2006 bei über 1 Mrd. Euro mit circa 7.100 Beschäftigten.

 

Die Kultur- und Kreativwirtschaft setzt sich aus einer Reihe weiterer Teilbranchen zusammen: der Werbewirtschaft, den Buch- und Presseverlagen, der Bildenden und Darstellenden Kunst, der Film- und Rundfunkwirtschaft, dem Design, der Architektur und den Herstellern von Computerspielen. Schätzungen zufolge hat die Kultur- und Kreativwirtschaft im Jahr 2004 mit 58 Mrd. Euro zur Bruttowertschöpfung beigetragen.