DMV begrüßt GEMA/YouTube-Entscheidung

Mit Erleichterung hat der Deutsche Musikverleger-Verband e.V. die Entscheidung des Landgerichts Hamburg in Sachen GEMA/YouTube zur Kenntnis genommen.

Mit Erleichterung hat der Deutsche Musikverleger-Verband e.V. (DMV) die Entscheidung des Landgerichts Hamburg in Sachen GEMA/YouTube zur Kenntnis genommen.



Dagmar Sikorski, Präsidentin des DMV dazu: „Das Urteil bestätigt die Rechtsposition der Urheber. Ich hoffe, dass YouTube jetzt mit der GEMA zu der angemessenen Lizenzierung der auf ihrer Plattform genutzten Musik kommt und nicht durch langjähriges Prozessieren die berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Rechtsinhaber weiter vernachlässigt." Außerdem, so Sikorski, sollte die Google-Tochter endlich die irreführenden Hinweise stoppen, die GEMA sei dafür verantwortlich, dass bestimmte Videos nicht von Nutzern in Deutschland angesehen werden könnten. Dies baue unnötige Fronten in der aktuellen Debatte um das Urheberrecht auf.



Der DMV ist als Interessenvertretung ein Zusammenschluss von Musikverlagen aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit rund 500 Mitgliedsverlagen repräsentiert der Verband ca. 90% des in der Bundesrepublik generierten Musikverlagsumsatzes. Die im DMV organisierten Musikverlage erreichten im letzten Geschäftsjahr (2011) einen Umsatz von 635 Mio. Euro (2010: 630 Mio. Euro). Neben dem Papiergeschäft, also dem Druck von Vertrieb und Noten (das ca. 10 Prozent des Gesamtumsatzes der Musikverlage ausmacht), sind weitere Umsatzträger die Rechte und Lizenzen für Werbung, Musik im Film, usw., die von den Verlagen wahrgenommen werden, wie die Vergabe von Lizenzen für die Werbung, für Musik im Film, usw. Der größte Umsatzanteil betrifft die Einnahmen aus den Rechten, die von der GEMA kollektiv für in- und ausländische Autoren und deren Verleger wahrgenommen werden.