DVMV und GDM mit Zuversicht für 2009

Der Dachverband Musikwirtschaft und Veranstaltungstechnik sieht die Lage der Musikbranche 2009 vorsichtig optimistisch.

Die Unternehmen der deutschen Musikinstrumenten-Branche sehen ihre Position noch nicht geschwächt und blicken trotz der angespannten Wirtschaftslage mit vorsichtigem Optimismus auf das Geschäftsjahr 2009, so der Dachverband.

 

Glücklicherweise haben sich die Kunden im deutschen Musikfachhandel von Krisenmeldungen und Pessimismus noch nicht anstecken lassen.  Die deutsche Musikbranche blickt dementsprechend weiterhin mit vorsichtigem Optimismus auf das Jahr 2009. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Jahren die Kultur sich besonders entwickelt und blüht. Traditionelle Werte, wie beispielsweise das Musizieren, werden für viele Konsumenten in der Krise einen hohen Stellenwert einnehmen.

Auch seitens des GDM herrscht Zuversicht für die Geschäftsentwicklung im Musikfachhandel. Der deutsche Musikfachhandel konnte, wie die übrigen deutschen Einzelhändler, das Jahr 2008 in etwa so wie das Vorjahr abschließen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2008 wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr nominal etwas gesteigert. Die Hoffnungen wurden dann auf das Weihnachtsgeschäft 2008 gesetzt.

Der befürchtete Einbruch der Umsätze trat nicht ein. So konnte das Weihnachtsgeschäft noch mit einem geringen Umsatzplus abgeschlossen werden, was real in etwa der Geschäftsentwicklung im Vorjahreszeitraum entsprach. Insgesamt konnte somit das Vorjahresniveau erreicht werden.

 

Bei den einzelnen Warengruppen ergab sich im Jahr 2008, dass der Verkauf von traditionellen Musikinstrumenten insgesamt stabil geblieben ist. Rückgänge gab es im Bereich der Schlaginstrumente. Blas- und Zupfinstrumente verzeichneten dagegen Umsatzzuwächse. Eine unterschiedliche, wenn auch auf etwa dem gleichen Vorjahresniveau liegende Entwicklung gab es ebenfalls bei der Musikelektronik. Hervorzuheben ist hier, dass die Umsatzentwicklung von E-Pianos weiterhin positiv verläuft.

 

Der bereits seit Jahren feststellbare Trend der geringeren Verkäufe von Keyboards hielt dagegen auch 2008 an. Wie gewohnt gab es beim Verkauf von Noten und Musikbüchern eine Stagnation auf hohem Niveau. Weiterhin stellten die Händler einen deutlichen Trend hin zur Miete bzw. zu Mietkauf von Musikinstrumenten fest. Zuwächse gab es zudem bei den Unternehmen, die über eine eigene Werkstatt verfügen.

 

Auch in den ersten Monaten des Jahres 2009 wurden die Umsätze im Musikfachhandel noch relativ stabil gehalten. Allerdings wird gerade im Musikfachhandel über die zukünftige Entwicklung in starkem Maße die Entwicklung des Arbeitsmarktes entscheiden.