Ergebnis der GDM-Kundenbefragung

Der GDM hat von März bis April rund 700 Teilnehmer zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Der GDM hat im Rahmen seines Branchentreffs die Ergebnisse der aktuellen Kundenbefragung präsentiert. Rund 700 Teilnehmer wurden von März bis April über das Internet zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Ziel war es, mehr über die jeweiligen Gründe zu erfahren, warum der Kunde die Ware im Internet in einem Onlineshop oder im stationären Fachhandel erwirbt.

 

Fast die Hälfte aller Befragten war zwischen 30 und 49 Jahren alt und nahezu zwei Drittel stuften sich als (semi-)professionelle Musiker bzw. Laienmusiker und Wiedereinsteiger ein. Auf die Frage, wo man in den letzten drei Jahren ein Produkt aus dem Musikbereich erworben hat, zeigte sich, dass viele parallel im stationären Fachhandel wie auch im Onlineshop eingekauft haben, wobei das Ladengeschäft deutlich vor dem Internet liegt. Auch bei denjenigen, die nur eine Quelle genutzt haben, lag das stationäre Geschäft mit 69 % weit vor dem Onlineshop mit 28%. Der Fachhandel hat mit 80% eine sehr hohe Bindungsrate, wobei die Hälfte der Online-Shopper auch woanders einkauft. Nur 4%, bzw. 5% der Befragten griffen bei Discountern zu Musikprodukten – das beweist, wie wichtig Qualität für die Kunden ist.

 

Die Gründe für den Kauf im Onlineshop waren die große Auswahl, die 24stündige Bereitschaft und der gezielte Einkauf eines bestimmten Produktes, für das man keine Beratung benötigt. Erst an vierter Stelle wurde der Preis genannt. Allerdings fühlten sich auch 8 % im Musikfachgeschäft schlecht beraten und wichen daher ins Internet aus. Erfreulich war dagegen, dass die Theorie der „weißen Flecken“ abgeschwächt wurde: Nur 5 % gaben an, kein Musikgeschäft in ihrer Nähe zu kennen. Natürlich wurde auch nach den Gründen für den Kauf im Fachgeschäft gefragt. Hier bewerteten fast 85 % der Befragten die Möglichkeit zum Ausprobieren und Vorführen lassen als wichtigstes Argument für den Kauf im Geschäft. Ebenfalls wichtig: Der Kundenservice nach dem Kauf und die sofortige Mitnahme der Ware. Bei dieser Frage überraschte die hohe Anzahl derjenigen, die ihrem Fachgeschäft vertrauen und es unterstützen möchten (58 % bzw. 70 %).

 

Ein wichtiger Punkt war auch die Frage nach der Informationsquelle. Hier wurde deutlich, dass jeweils rund 60 % aller Befragten sowohl im Internet als auch im Musikgeschäft recherchieren. Darin sah Hans-Jörg André die Chance, aber auch das Muss für den Fachhandel, auch im Internet mit dem eigenen Angebot präsent zu sein, um die Kunden zu informieren.

 

Das wichtigste Ergebnis für den Fachhandel brachte die letzte Frage nach dem ausschlaggebenden Argument für die Wahl der Einkaufsquelle. Hier lag die persönliche Beratung bei allen Befragten an erster Stelle, gefolgt von dem After-Sales-Service sowie der schnellen Verfügbarkeit. Der Preis dagegen landete beinahe „abgeschlagen“ auf Platz 4. In seiner Interpretation der Ergebnisse stellte Hans-Jörg André klar, dass die beiden ersten Punkte so nur vom Fachhändler erfüllt werden können. Dieser müsse sich auf seine soziale und fachliche Kompetenz und das Serviceangebot konzentrieren und diese Leistungen mehr und deutlicher herausstellen. Da für Kunden die emotionale Bindung enorm wichtig sei, müsse der Fachhandel hier mehr Angebote für den Kunden schaffen, so das Umfrageergebnis.