Europäischer SchulmusikPreis 2015 auf der Musikmesse Frankfurt verliehen

Im Rahmen der Frankfurter Musikmesse vergab die SOMM – Society Of Music Merchants e. V. bereits zum fünften Mal in Folge den mit insgesamt 21.000 EUR dotierten Europäischen SchulmusikPreis (ESP). Für Ihre herausragenden Leistungen im Bereich des kreativ-innovativen Arbeitens im Musikunterricht wurden fünf Schulen ausgezeichnet; erstmals ging ein Preis an eine Schweizer Lehranstalt. Die feierliche Preisverleihung fand am 17.04.2015 vor mehr als 100 Gästen statt; eröffnet wurde sie durch Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Präsident des Bundesverband Musikunterricht e. V.
Prof. Dr. Ortwin Nimczik nutze in seiner Eröffnungsrede die Gelegenheit für scharfe Kritik an der aktuellen Bildungspolitik und forderte der einseitigen Fokussierung auf die „harten“ Fächer, dem Mangel an professionell ausgebildeten Schulmusikern sowie dem Ausfall und der fehlenden Kontinuität des Musikunterrichts in den Schulen entgegenzuwirken. „Die Musikalische Bildung ist ein existentielles Gut für uns Menschen und die Musikerziehung ein bedeutsamer und integraler Bestandteil unseres Bildungsauftrages. Musik ist Bildung und gehört als Pflichtunterricht an die allgemeinbildenden Schulen“, so Nimczik. Er bedankte sich bei der SOMM, die mit dem Europäischen SchulmusikPreis einen wesentlichen kulturpolitischen Beitrag liefere und gratulierte den Preisträgern zu ihrer gelungenen musikalischen und musikpädagogische Arbeit: „Musikunterricht mit Kopf, Hand, Fuß und Herz!“.
Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM, forderte in seiner Ansprache Bund und Länder erneut zum Handeln auf, um die Förderung der Musikalischen Bildung in Deutschland wieder flächendeckend stattfinden zu lassen. „Musikunterricht gehört zum Bildungsauftrag der Schulen“, sagte Knöll. „Der pädagogisch begleitete und professionelle Erstkontakt mit Instrumenten und Musik aller Art bleibt derzeit einem Großteil aller Schüler in Deutschland verwehrt. Ein Missstand, der nicht nur Auswirkungen auf die allgemeine Bildung, die kulturelle Vielfalt, sondern auch auf die Ökonomie der Kultur- und Kreativwirtschaft und besonders auf die MI-Branche hat“, so der Verbandsmanager.
Zu den diesjährigen ESP-Gewinnern gehören die Johanniterschule Heitersheim, das Gymnasium Biel-Seeland aus der Schweiz, die Kurfürst-Moritz-Schule aus Moritzburg, die Schule am Webersberg aus Homburg und das Gymnasium an der Wolfskuhle in Essen.

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