Europäischer SchulmusikPreis 2018: Die Gewinner stehen fest

Der diesjährige Europäische SchulmusikPreis (ESP) geht an das Johannes-Brahms-Gymnasium in Hamburg. Daneben befand die Jury drei weitere Einreichungen preiswürdig.

Das Johannes-Brahms-Gymnasium in Hamburg ist Sieger des ESP 2018. Weitere Preise gingen an Einrichtungen aus Sassenburg, Lemgo und Jülich-West – sie wurden jeweils mit einem Sonderpreis bedacht. Das teilte der Ausrichter SOMM - Society Of Music Merchants e. V. in Berlin mit.

Die offizielle Verleihung des ESP findet am 13. April 2018 im Rahmen der Musikmesse in statt. Ziel des Europäischen SchulmusikPreis ist es, methodisch-kreatives Arbeiten mit Musikinstrumenten nachhaltig zu honorieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um das aktive Musizieren an Schulen zu fördern.

Die Vergabe des Hauptpreises an das Projekt des Johannes-Brahms-Gymnasium unter der Leitung von Jens Illemann begründete die Jury damit, dass es durch eine gut durchdachte und umgesetzte Idee besteche und zeige, wie man mittels neuer kreativer Methoden ein traditionelles Thema gewinnbringend angehen kann. Besonders überzeugte die Jury die Anwendung des „Schüler lehren Schüler“-Prinzips, bei dem sich Jugendliche gegenseitig Musikinstrumente beibringen und Lehren und Lernen zeitgleich funktioniere.

„Der ESP bietet Lehrern die Chance, ihre besonderen Ideen zur Gestaltung von Unterricht den Kolleginnen und Kollegen mitzuteilen. Die Homepage (www.europaeischer-schulmusik-preis.eu) ist inzwischen eine hervorragende Anregung für modernen, kreativen Musikunterricht“, so der ESP-Juryvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang Pfeiffer vom Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Erlangen-Nürnberg.

„Ich bin davon beeindruckt, dass aus ganz Europa, bis hin zu einer Schule aus Pristina im Kosovo, viele kreative Idee eingereicht wurden“, sagt Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM. Darunter z.B. die Idee einer „Musikalischen Pause“. Hierbei werden ältere SchülerInnen motiviert ihr Wissen und Können im Instrumentalspiel – quasi als Experten - an die Jüngeren weiterzugeben und so deren Interesse für die klassische Musik im Allgemeinen und für Musikinstrumente im Besonderen zu wecken. „Eine tolle Idee, die auch von anderen Schulen leicht übernommen werden und für eine echte, sinnvolle Alternative in der – natürlich freiwilligen – Pausengestaltung sorgen könnte“, so Knöll weiter.

Preisträger des Europäischen SchulmusikPreises 2018:


Kategorie: Musikalische Arbeit im Klassenunterricht, Klasse 5–12
Projekttitel: Instrumentenkunde live
Preisgeld: 4.000,- EUR
Preisträger: Johannes-Brahms-Gymnasium, Hamburg
Projektleitung: Jens Illemann
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Sonderpreis für schülerorientierten Musikunterricht zum Thema „Songwriting“:
Projekttitel: Klassenband und Songwriting mit vielzähligen Differenzierungsmöglichkeiten
Preisgeld: 1.500,- EUR
Preisträger: IGS Sassenburg
Projektleitung: Annie Behrens
Zur Jurybegründung

 

 

 

 

Sonderpreis für Ausweitung der Musiziermöglichkeiten über den schulischen
Rahmen hinaus:

Projekttitel: Vom ersten Akkord bis zur Eigenkomposition
Preisgeld: 1.500,- EUR
Preisträger: Südschule, Lemgo
Projektleitung: Nadine Brokmann
Zur Jurybegründung

 

 

 

 

Sonderpreis für die Idee der „Musikalischen Pause“:
Projekttitel: Schule mal ganz musikalisch
Preisgeld: 1.500,- EUR
Preisträger: Gemeinschaftsgrundschule Jülich-West
Projektleitung: Andrea Rathmann
Zur Jurybegründung