Fallzahlen bei Produkt- und Markenpiraterie steigen drastisch

Im Jahr 2014 beschlagnahmte der deutsche Zoll 5,9 Millionen Postsendungen aufgrund von Produkt- und Markenrechtsverletzungen. Durch die Zunahme von zwei Millionen gegenüber dem Vorjahr wurde der bisherige Höchststand von 2013 somit deutlich übertroffen. Die massive Zunahme im Postversand zeige laut Markenverband, wie intensiv die Fälscher auf die Nutzung des Internets und die Distribution per Postversand setzen.
„Das ist nicht nur ein beeindruckender Beweis für die gute Arbeit des Zolls, sondern auch ein alarmierendes Zeichen für die Zunahme dieser Form von Kriminalität", so Dr. Alexander Dröge vom Markenverband.
Zugleich nimmt das Internet eine immer größer werdende Rolle beim Verkauf gefälschter Waren ein. Um fast zehn Prozent sind beispielsweise die Aufgriffe im Postverkehr gestiegen, der häufig die Abwicklung der Internetverkäufe darstellt. „Es ist an der Zeit, die Profiteure im Internet, also vor allem Verkaufsplattformen, mit einer größeren Verantwortung für den Schutz von Verbrauchern und im Kampf gegen Kriminalität zu belegen“, so Dröge weiter.

In der kommenden Messeausgabe von das musikinstrument erklärt Rechtsexperte Christian Andrelang wie gegen Produkt- und Markenrechtsverletzungen auf Messen vorgegangen werden kann.

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