GDM-Umfrage: Handel mit Weihnachtsgeschäft nicht zufrieden

Der GDM hat seine Mitglieder zum abgelaufenen Weihnachtsgeschäft befragt. Die Stimmung fällt verhalten aus.

Die traditionelle Umfrage zum Weihnachtsgeschäft, die der Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte (GDM) unter seinen Mitgliedern durchgeführt hat, fragte die Stimmungslage einmal nach dem dritten Adventswochenende und dann noch einmal in der ersten Januarwoche ab.

Während nach dem dritten Advent knapp 60 Prozent der Befragten enttäuscht vom Verlauf waren, schlug die Stimmung im Januar um: die Hälfte gab an, das Weihnachtsgeschäft sei gleich, und 25 Prozent meinten gar, es sei besser als im Vorjahr verlaufen.

Anlass zur Euphorie gibt dieses Ergebnis laut GDM jedoch nicht, denn der Umsatz müsse mit weit weniger Kunden erwirtschaftet werden, als früher. Die sinkende Kundenfrequenz macht auch in den letzten Wochen des Jahres dem Handel zu schaffen. Zudem sorgen steigende Nebenkosten, weiter sinkende Margen und neue Vertriebsstrategien der großen Hersteller für eine angespannte Lage bei den Musikfachgeschäften. Im Gegensatz zu früher kann das Weihnachtsgeschäft bei vielen Händlern nicht mehr einen schlechten Jahresverlauf wettmachen.

Vom Internet-Verkauf profitieren nur die großen Anbieter. Die Online-Shops des kleinen und mittelständischen Fachhandels können keinen Rückgang der Kundenfrequenz kompensieren, sind aber notwendige virtuelle Schaufenster.

Am besten verkauften sich im Weihnachtsgeschäft Digitalpianos, Akustische Gitarren und kleine, günstige Instrumente wie Ukulelen und Mundharmonikas. Hochwertige Instrumente wie Klaviere und Flügel werden dann gekauft, wenn der Bedarf da ist, es wird nicht mehr auf einen besonderen Anlass wie Weihnachten gewartet. Auch dies eine Entwicklung, die sich bereits im Vorjahr abgezeichnet hat.

„Die Situation für viele Kolleginnen und Kollegen ist nach wie vor ernst,“ bekräftigt GDM-Präsident Arthur Knopp. „Ich möchte daher erneut an die Hersteller und Lieferanten appellieren, sich mit dem Fachhandel gemeinsam der Förderung des aktiven Musizierens einzusetzen und dem stationären Handel den Rücken zu stärken. Schließlich geht es nicht um eine beliebige Handelsware, sondern um das Kulturgut Musik, das der Fachhandel mit Leidenschaft und Expertenwissen vermitteln möchte.“