GEMA: Bilanz des Geschäftsjahres 2007

Die fetten Jahre sind vorbei: Die Gesamterträge der GEMA lagen 2007 24,8 Mio. Euro bzw. 2,83 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Gesamtertrag der GEMA für ihre Rechteinhaber aus aller Welt beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 849,6 Mio. Euro. Die Musikwirtschaft hat sowohl in Deutschland als auch im internationalen Bereich im Jahr 2007 wiederum deutliche Rückgänge bei den Umsätzen durch den Verkauf bzw. der Lizenzierung von Tonträgern hinnehmen müssen.

 

Auch die GEMA-Einnahmen bei inländischen und Zentrallizenzierungen im Auslandsbereich sind gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Weiterhin liegt die GEMA im Bereich Rundfunk und Fernsehen unter dem Niveau von 2006, da nach wie vor im Kabelbereich aufgrund des vertragslosen Zustands die Kabelunternehmen weiterhin nur Abschlagszahlungen in Höhe von 60 Prozent der bisherigen Vergütungen leisten. Eine Einigung über einen neuen Vertrag ist im Geschäftsjahr 2007 nicht mehr erfolgt.

 

Aufgrund dieser Entwicklungen liegen die Gesamterträge der GEMA 2007 um 24,8 Mio. Euro bzw. 2,83 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

 

Wachstum verzeichnete die GEMA vor allem in den Bereichen "Bezirksdirektionen" und "Ausland". Auch das Online-Geschäft wächst, aber nicht ganz so, wie es die GEMA-Verantworlichen gerne sähen.

 

Für das Jahr 2008 erwartet die GEMA,  dass es in der Musikbranche eine Fortsetzung der Trends der letzten Jahre  mit weiterhin rückläufigen Um- und Absatzwerten für Tonträger geben wird. Gute Aussichten gelten dagegen für Live-Musik. Insgesamt erwartet die GEMA auch für das Geschäftsjahr 2008 einen weiteren erheblichen Rückgang der Erträge.

 

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