GEMA und BvMv unterzeichnen Gesamtvertrag

Nach intensiven Verhandlungen über die urheberrechtlichen Vergütungen im Veranstaltungsbereich haben sich GEMA und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e. V. (BVMV) jetzt geeinigt. Ab sofort regelt ein neuer Gesamtvertrag die Tarife für Livemusik oder Tonträgerwiedergabe bei Einzelveranstaltungen sowie in Musikkneipen, Clubs und Diskotheken. Als Basis diente der Einigungsvorschlag der Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt, der die von der GEMA vorgeschlagene Linearisierung unterstützte, aber eine differenziertere Tarifstruktur empfahl. Demnach unterteilt das neue Vertragswerk die Vergütung künftig in vier Tarife. Linearisierung bedeutet dabei, dass sich die urheberrechtliche Vergütung an der Größe der Veranstaltungsfläche und der Höhe des Eintrittsgelds orientiert. Als Bemessungsgrundlage dienen dabei jeweils 100-Quadratmeter-, bzw. ein bis zwei Euro-Schritte. Konzertveranstaltungen, für die seit 2010 ein eigenständiger Tarif gilt, sind von der Strukturreform nicht betroffen. Die GEMA vertritt über 65 000 Musikautoren; die Bundesvereinigung der Musikveranstalter e. V. ist mit rund 150 000 Mitgliedern der größte Musiknutzerverband in Deutschland. Für Fragen zu den neuen Veranstaltungstarifen steht Kunden der regional zuständigen Bezirksdirektionen unter der Nummer 0800 4408000 eine kostenfreie Hotline zur Verfügung.

 

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