Gerhard Keilwerth verstorben

Der Instrumentenbauer Gerhard Julius Keilwerth ist am vergangenen Freitag im Alter von 66 Jahren gestorben.

Gerhard Julius Keilwerth ist am vergangenen Freitag im Alter von 66 Jahren gestorben. Bereits im Oktober 2010 wurde bei dem ehemaligen Geschäftsführer der Firma „Julius Keilwerth“ Lungenkrebs diagnostiziert.



Als Enkel des Firmengründers Julius Keilwerth hatte er nach einer kaufmännischen Ausbildung den Beruf des Holzblasinstrumentenmachers gelernt. Später arbeitete er im Familienunternehmen an der Seite seines Vaters Josef Keilwerth. Nach dessen Tod 1982 übernahm Gerhard Keilwerth gemeinsam mit seiner Schwester die Geschäftsleitung. Sieben Jahre danach schloss sich die Firma "Julius Keilwerth" der Gruppe Boosey & Hawks (später "The Music Group", "Schreiber & Keilwerth") an. Hier war Gerhard Keilwerth sowohl für die Produktion, als auch für die Entwicklung neuer Saxophone und Produktionsmethoden zuständig.


Im Februar 2007 machte er sich wieder selbstständig und war seither mit Werkstatt und Geschäft als Saxophonspezialist aktiv. Im März 2008 hatte Dan Del Fiorentino für das NAMM Oral History Program ein Interview mit Gerhard Keilwerth geführt. Dieses kann man sich auf der Website des Verbands anschauen.

 

Seine Frau Jutta und ihre beiden Kinder Jennifer und Christopher möchten den Betrieb in seinem Namen aufrechterhalten und weiterführen, erklärt die Familie aus Nauheim. Unter seinem Markennamen GJK hatte Keilwerth zuletzt eine neue Saxophonreihe in Zusammenarbeit mit der Firma Amati entwickelt ("The New Toneking"). Die Saxophone werden auf der diesjährigen Musikmesse am Stand der Firma Windcraft präsentiert.

 

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