Gibson-Chef verlässt die Rainforest Alliance

Gibson-CEO Henry Juszkiewicz hat sich von seinem Amt als Vorstandsmitglied in der Rainforest Alliance beurlauben lassen.

Nach der Razzia bei der Gibson-Produktionsstätte in Nashville am vergangenen Dienstag hat Henry Juszkiewicz erste Konsequenzen gezogen. Der Chairman und CEO des Gitarrenherstellers hat sich von seinem Amt als Vorstandsmitglied in der Rainforest Alliance beurlauben lassen. Bis die Untersuchungen des U.S. Fish and Wildlife Service beendet sind werde er nicht zurückkehren, berichten amerikanische Medien derzeit.

 

"Zu diesem Zeitpunkt ist es schwer zu erklären, was hier gerade passiert", zitiert die Zeitung „The Tennessean“ den Präsidenten der Rainforest Alliance. "Wir hoffen, dass keine Verletzung des Lacey Act vorgefallen ist." Juszkiewicz ist seit mehr als 15 Jahren Mitglied der Organisation und hatte die Herstellerindustrie jahrelang darauf aufmerksam gemacht, mehr umweltverträgliche Hölzer zu verwenden.

 

Bundesagenten des U.S. Fish and Wildlife Service und die lokale Polizei hatten am 17. November Hölzer, Gitarren, Computer und Akten aus der Massman Road Produktionsstätte von Gibson in Nashville beschlagnahmt. Zeitungsberichten zufolge wird bei dem Gitarrenhersteller geprüft, ob gegen den Lacey Act verstoßen worden ist. Es bestehe der Verdacht, das Unternehmen habe bedrohtes Rosewood aus Madagaskar importiert.