Gibson setzt auf legale Hölzer

Gibson organisiert sich hinsichtlich Umweltbewusstsein und der Einhaltung gesetzlicher Vorlagen bei der Holzbeschaffung neu.

Gibson organisiert sich hinsichtlich Umweltbewusstsein und der Einhaltung gesetzlicher Vorlagen bei der Holzbeschaffung neu.  Dies berichten aktuell ausländische Medien.


Henry Juszkiewicz, Vorstandsmitglied und Geschäftsführer von Gibson, will sicherstellen, dass sich die komplette Lieferkette für Gibson Produkte legaler und nachhaltiger Quellen bedient. Hierfür kooperiert Gibson mit der Rainforest Alliance. Der Gitarrenhersteller will in Zukunft sein Holz nur noch aus Wäldern beziehen, die als „Forest Stewardship Council (FSC)“ zertifiziert worden sind.

 

Gibsons hat einen Sechspunkteplan vorgelegt. Der Hersteller wird demnach alle Risikofaktoren, bezüglich illegaler oder nicht nachhaltiger Quellen, innerhalb seiner Lieferkette beseitigen. Demnach wolle er kein Eben- oder Palisander-Holz mehr aus Madagaskar beziehen. Hölzer sollen künftig nur noch von offiziell zugelassenen Quellen erworben werden.

 

Zweitens will das Unternehmen einen Standard für seine gesamte Lieferkette einrichten. Dieser soll helfen festzustellen, ob Hölzer von bekannten oder unbekannten, legal verifizierten und bestmöglich FSC zertifizierten Quellen kommen.

 

Drittens wird Gibson sein gekauftes, FSC-zertifiziertes oder verifiziertes, legales Holz dauerhaft nach den Standards der Rainforest Alliance prüfen lassen. 

Als vierte Maßnahme investiert Gibson auch weiterhin in die Nachhaltigkeit seiner Lieferkette und will Vereinigungen von kleinen bis mittelgroßen, einheimischen Unternehmen unterstützen, um einen FSC-garantierten Holzbestand zu garantieren.

 

Als Fünftes sucht Gibson nach alternativen Materialien, um den Bedarf an seltenen Hölzern zu reduzieren. Dies beinhaltet Baustoffmaterial, wiederverwertete Hölzer und den Bezug aus FSC-zertifizierten Wäldern, so möglich.

 

Zuguterletzt hat der Geschäftsführer von Gibson eine Person beauftragt, die Holz-Initiativen weltweit zu verbreiten. Zudem sind künftig einige Personen innerhalb jeder Abteilung und Fabrik für die Verfolgung des Ursprungs der Hölzer zuständig.

 

Diesen Maßnahmen waren Ermittlungen auf dem Gelände der Gibson-Fabrik in Nashville vorausgegangen. Im November 2009 hatte der US Fish & Wildlife Service dort eine Untersuchung durchgeführt und festgestellt, dass der Gitarrenhersteller gegen den Lacey Act verstoßen hatte. Dem Gesetz zufolge dürfen Holz- und Pflanzenprodukte nur in die Vereinigten Statten Amerikas importiert werden, wenn sie aus legalen Quellen stammen. Bei der Gibson-Razzia hatten die US-Beamten Palisanderholz aus Madagaskar gefunden. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an.

Die FSC-Zertifizierung hatte Juszkiewicz schon vor Jahren beantragt. Die Regularien für die Umsetzung des Lace Acts wurden jedoch verschärft und schreiben klar vor, wie Holz erworben werden muss. Um ein bereits ausgestelltes Zertifikat zu behalten, muss sich ein Unternehmen bereit erklären, jegliches illegale Holz aus dem Verkehr zu ziehen und so die Lieferkette nicht zu beeinträchtigen.

 

 


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