Gutes Image von „Made in Germany“ trotz VW-Skandal

Die Kölner Management- und Markenberatung globeone veröffentlichte eine erste Studie zum Status des Images von „Made in Germany“ nach dem VW-Abgasskandal. Seit dem Ausbruch der VW-Krise ist von Expertenseite immer wieder darüber spekuliert worden, welcher Reputationsschaden durch die Krise für die „Marke Deutschland“ entstanden sei. Die globeone-Studie liefert belastbare Daten aus einer aktuellen Befragung von 1.500 Konsumenten in den USA, China und Deutschland. Insgesamt attestieren nur noch 40 Prozent der Befragten VW ein positives Image. In Deutschland sogar nur 27
Prozent. Generell zeige sich aber, dass das Image deutscher Produkte und Dienstleistungen in der Welt insgesamt auf einem Spitzenniveau liegt. Eine „sehr positive“ oder „positive“ Einstellung haben 87 Prozent der befragten Chinesen, 73 Prozent der US-Amerikaner und 75 Prozent der deutschen Bürger. Damit ist Deutschland auch nach der Krise das insgesamt am positivsten bewertete Ursprungsland in den untersuchten Märkten. Entgegen den düsteren Prophezeiungen vieler Experten hat die VW-Krise nicht dazu geführt, das Image deutscher Marken insgesamt erheblich zu schädigen. „Dies wäre auch unwahrscheinlich, weil sich auf Länder bezogene Beurteilungen wie das Ursprungsland-Image aus vielen langfristig aufgebauten Erfahrungen und Beobachtungen speisen und sich deswegen nur sehr langsam ändern. Insofern sind viele der Expertenstatements zum Untergang des guten Rufs von Made in Germany nicht viel mehr als heiße Luft“, kommentiert Niklas Schaffmeister, Managing Partner bei globeone. Er räumt jedoch ein, dass der Skandal um die Industrie-Ikone insbesondere am Selbstverständnis der Deutschen genagt hat.

www.globe-one.com