Insolvenz bei Schreiber & Keilwerth

Die Schreiber & Keilwerth Musikinstrumente GmbH hat am 12. März 2010 beim Amtsgericht Darmstadt einen Insolvenzantrag gestellt. Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack Hoefer wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

 

Die Schreiber & Keilwerth Musikinstrumente GmbH ist insolvent. Armin Eckert, Geschäftsführer des Musikinstrumentenherstellers, hat am 12. März 2010 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Darmstadt gestellt.

 

Der Blasinstrumentenhersteller mit Sitz im hessischen Nauheim strebe eine Sanierung über ein Insolvenzverfahren an, so das Unternehmen.  Der Sanierungsexperte Tobias Hoefer von der Mannheimer Kanzlei Hack Hoefer wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. „Produktion und Vermarktung gehen in vollem Umfang weiter. Wir sehen nach ersten Analysen gute Chancen für eine dauerhafte Fortführung und haben bereits mit der Investorensuche begonnen“, teilten Eckert und Hoefer heute mit.

 

Als Grund für den Insolvenzantrag sieht die Geschäftsleitung die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Finanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens. „Die Finanzierung unserer Firma erfolgte über eine Bank, die seit der Finanzkrise den so genannten ´Bad Banks´ zugeordnet wurde“, so Eckert. „Daraus haben sich in den vergangenen Monaten mehrere Probleme ergeben. Zu den Charakteristika einer ´Bad Bank´ gehört es unter anderem, das eigene Risiko zu minimieren. Als Folge dessen hat die Bank in den vergangenen Monaten zunehmend unsere Liquidität eingeschränkt, wodurch am Ende ein sinnvolles Weiterarbeiten im Unternehmen nicht mehr gegeben war. Die branchenüblichen, saisonal schwächeren Umsätze in den Monaten Januar und Februar haben weiterhin dazu beigetragen, dass sich das Unternehmen aktuell in einem Liquiditätsengpass befindet. Aus diesem Grund hat sich die Geschäftsleitung am vergangenen Freitag dazu entschieden, einen Insolvenzantrag zu stellen.“

 

Der vom Amtsgericht Darmstadt bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Hoefer ist laut Unternehmensangaben bereits vor Ort, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und erste Weichen im Hinblick auf eine dauerhafte Fortführungslösung zu stellen. Hoefer zeigte sich nach seinen ersten Eindrücken zuversichtlich, dass es gelingen könne, den langfristigen Fortbestand des Blasinstrumentenherstellers und möglichst vieler der derzeit ca. 300 Arbeitsplätze an den Standorten Nauheim und Markneukirchen zu sichern.