Messe Frankfurt mit Rekordumsatz

Als erste deutsche Messegesellschaft überhaupt hat die Messe Frankfurt im Jahr 2012 die „Schallmauer“ von 500 Millionen Euro Umsatz durchbrochen.

Als erste deutsche Messegesellschaft überhaupt hat die Messe Frankfurt im Jahr 2012 die „Schallmauer“ von 500 Millionen Euro Umsatz durchbrochen – und das deutlich. „Wir erwarten mit rund 538 Millionen Euro einen neuen Rekordumsatz in unserer Konzerngeschichte. Dank harter Arbeit und mit ein wenig Glück konnten wir unsere Planung damit um knapp 40 Millionen Euro übertreffen“, sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, bei Vorlage der vorläufigen Kennzahlen für 2012 in Frankfurt. Damit übertrifft das Unternehmen die Ergebnisse des Messejahres 2011 deutlich um rund 15 Prozent. Der Umsatz konnte dabei im In- und im Ausland gesteigert werden und erreicht jeweils neue Bestmarken. „Mit 169 Millionen Euro haben wir unser operatives Auslandsgeschäft um 28 Prozent noch einmal deutlich gegenüber dem bisherigen Spitzenjahr 2011 anheben können“, so Marzin. Die Messe Frankfurt generiert im ausklingenden Jahr rund 31 Prozent ihres Konzernumsatzes im Ausland.

 

Entsprechend positiv verliefen die weltweiten Veranstaltungen mit einem konzernweit neuen Ausstellerrekord. An den 109 Messen und Ausstellungen beteiligten sich rund 77.300 Aussteller und über 2,9 Millionen Besucher.

 

Aus dem Umsatz wurde mit 42 Millionen Euro erneut ein stabiles Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet, das dem turnusbedingt vergleichbaren Jahr 2010 entspricht. „Aufgrund der guten Ertragslage war es möglich, eine Sonderzahlung, die im Zusammenhang mit der Auflösung des Cross-Border-Leasing in diesem Jahr steht (13 Millionen Euro), zu verkraften“, sagte Klaus Münster-Müller, Chief of Finance der Messe Frankfurt. Diese einmalige Sonderbelastung eingerechnet, liegt das vorläufige Konzernergebnis vor Steuern bei rund 30 Millionen Euro.


„Wir haben 2012 unsere Position im internationalen Wettbewerb durch unsere Strategie mit der Konzentration auf Frankfurt und wesentliche Weltmärkte weiter ausgebaut“, erläuterte Marzin das Wachstum der Unternehmensgruppe. Die steigende Internationalität des Konzerns machte sich auf den Eigenveranstaltungen am Heimatstandort nachhaltig bemerkbar. Hier ist der Anteil internationaler Aussteller auf einen neuen Spitzenwert von rund 73 Prozent gestiegen. Auf Besucherseite wurde mit rund 47 Prozent der Spitzenwert von 2010 erneut erreicht.

Neben stabilen bis wachsenden Konzernveranstaltungen sorgten auch neue Eigen- und Gastveranstaltungen für die steigende Auslastung des Heimatstandortes Frankfurt. In Frankfurt fanden insgesamt 35 Messen und Fachausstellungen mit mehr als 41.800 Ausstellern und rund 1,6 Millionen Besuchern statt. Die Besucherzahl liegt unter der des Vorjahres. Dies ist turnusbedingt durch die IAA begründet, die alle zwei Jahre bei der Messe Frankfurt stattfindet.

Hervorragend entwickelt haben sich im Berichtsjahr auch die Serviceleistungen und das Kongressgeschäft des Unternehmens. „Bei unseren digitalen Services haben wir schon früh wichtige strategische Weichen gestellt und zählen mit unseren Angeboten aktuell zu den führenden Unternehmen der Branche“, hob Marzin die Digital-Expertise der Messe Frankfurt hervor.

Unter dem Dach der neu entwickelten Marke Dexperty wird seit diesem Jahr ein vielfältiges Entwicklungs- und Leistungsportfolio für Messen, Kongresse und Veranstaltungen aller Art gebündelt. „Damit erweitern wir nicht nur die Services für unsere Kunden, wir sehen hier auch ein wichtiges strategisches Wachstumsfeld“, so Marzin weiter.

Mit 76 größeren und mehrtägigen Kongressen und rund 112.000 Teilnehmern war das Interesse auch im Veranstaltungssegement Tagungs- und Kongresswirtschaft ungebremst groß. Hier sieht die Messe Frankfurt großes Ausbaupotenzial. Mit dem in unmittelbarer Nähe zum Messegelände gelegenen Kap Europa sollen ab 2014 neue Kongresse und Themen gebunden werden, die bislang noch nicht in Frankfurt zu Gast waren. „Kap Europa ruft bereits während der Bauphase beachtliches Interesse im Markt hervor, nicht zuletzt wegen seiner hervorstechenden Lage und seiner ökologischen Bauweise“, stellte Marzin fest. Als erstes Kongressgebäude wurde das Kap Europa noch in der Bauphase bereits im Oktober von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) mit einem Vorzertifkat in Gold ausgezeichnet.

Wachstumtreiber für den Konzern war 2012 erneut das Auslandsgeschäft. Hier wurden mit rund 33.000 Ausstellern und mehr als 1,2 Millionen Besuchern ebenfalls neue Höchstmarken erzielt. Von 68 Auslandsveranstaltungen gingen zwölf neue Messen an den Start, u.a. in Russland, China und Indien.

„2013 werden wir unsere Markenstrategie über die gesamte Unternehmensgruppe optimieren“, so Marzin zu den strategischen Unternehmenszielen. Dabei sollen personelle und finanzielle Ressourcen und Kapital auf Frankfurt und Wachstumsregionen mit ausgewählten Schwerpunktländern konzentriert werden. Investiert werden soll in den Heimatstandort Frankfurt vor allem in Veranstaltungen und in das digitale Business. Weiter stehen strategische Allianzen mit führenden internationalen Partnern und Messeveranstaltern auf dem Programm.

Schneller und schlagkräftiger werden will die Messe Frankfurt unter anderem auch durch die Optimierung von Geschäftsabläufen. „Trotz und gerade wegen unserer guten Marktposition müssen wir an der Effizienz und Integration innerhalb der Unternehmensgruppe arbeiten“, betonte Marzin.



Quelle/Bild: Messe Frankfurt