Musikinstrument zu Weihnachten

Wenn nun auch noch das eine oder andere Instrument unter dem Baum liegt, wird im neuen Jahr auch wieder mehr Musik gemacht hierzulande.

Alle Jahre wieder derselbe Stress: Weihnachten rückt näher, aber längst sind noch nicht alle Geschenke für die Liebsten gekauft. Ein Problem, das sich zumindest lindern ließe, wenn wieder mehr Musikinstrumente verschenkt würden. Denn die sind kein Luxus, sondern durchaus erschwinglich. Das allerdings entspricht nicht eben der landläufigen Meinung: Obwohl viele Deutsche gern ein Instrument spielen würden, erfüllen sie sich den Wunsch oft nicht, weil einige die Kosten falsch kalkulieren, nimmt die SOMM – Society Of Music Merchants e. V. an.

Diese Einschätzung wird gestützt von der Studie „Musizieren und Musikinstrumente in Deutschland“, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Die von der SOMM in Auftrag gegebene Konsumentenbefragung ergab, dass nahezu ein Drittel, genau 29,3 Prozent der Deutschen ein Interesse daran hat, ein Instrument zu erlernen oder wieder mit dem Musizieren anzufangen. Vor allem Jüngere hegen diesen Wunsch: 46,9 Prozent derjenigen, die jünger als 29 Jahre sind, würden gern selbst Musik machen.

Wäre Weihnachten ein Wunschkonzert, würde sich die Mehrheit der Interessierten, nämlich 56,4 Prozent, ein Tasteninstrument wünschen. Die nächsten Plätze auf der Wunschliste nehmen mit 39 Prozent Gitarre und Bass ein, gefolgt von Blasinstrumenten mit 9,9 Prozent und Schlaginstrumenten mit 8,7 Prozent.

Allerdings, auch das ergab die von der unabhängigen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführte Studie, für die mehr als 11.000 Personen befragt wurden: Ein gutes Fünftel (21,7 Prozent) all jener, die daran interessiert wären ein Instrument zu spielen, schrecken vor den Kosten zurück. „Diese Sorge ist aber nicht berechtigt“, meint SOMM-Geschäftsführer Daniel Knöll, „denn Instrumente sind viel günstiger, als Viele denken. Eine gute Gitarre eines Markenherstellers für Einsteiger kann man bereits ab 270 Euro bekommen, die dann auch ein treuer Begleiter für lange Musikerjahre sein wird. Viele Händler bieten auch Ratenzahlung an.“ Eine weitere Zahl aus der Studie untermauert die Aussage, dass ein Instrument erschwinglicher ist, als Nichtmusiker glauben: Nur 2,7 Prozent jener, die ein Instrument erlernt haben, nun aber nicht mehr spielen, erklärten, dass ihnen das Instrument selbst zu teuer gewesen sei.

„Wir beobachten den Trend, dass in Deutschland das aktive Musizieren rückläufig ist und an Bedeutung verliert, mit großer Sorge. Aber das liegt eindeutig nicht daran, dass Musikinstrumente zu teuer wären“, erklärt Knöll. Gerade Weihnachten wäre eine gute Gelegenheit, diesen Trend umzukehren. Zum Fest wird so viel gesungen und musiziert wie das ganze restliche Jahr nicht. Wenn nun auch noch das eine oder andere Instrument unter dem Baum liegt, wird im neuen Jahr auch wieder mehr Musik gemacht hierzulande.

Die SOMM-Geschenktipps (Markenprodukte):

Drei Geschenke für den kleinen Geldbeutel:

Mundharmonika (Standard): unter 30 Euro

Mikrofon: ab 100 Euro

Schlaginstrumente z. B. Cajon: ab 140 Euro

 

Drei Geschenke im mittleren Preissegment:

Keyboard: ab 200 Euro

Akustik-Gitarre (Western): 270 – 300 Euro

E-Gitarre: 270 – 300 Euro

 

Drei Geschenke für die die es Wissen wollen:

E-Drumset: ab 500 Euro

E-Piano: unter 700 Euro

Alt-Saxophon: ab 900

 

Quelle/Bild: SOMM