Neue Bestimmungen für Importe in die USA

Ab dem 1. April 2010 müssen Pianos und Saiteninstrumente, die in die USA verschickt werden, mit einer speziellen Zollerklärung versehen sein.

Ab dem 1. April 2010 müssen Pianos und Saiteninstrumente, die in die USA verschickt werden, mit einer speziellen Erklärung versehen sein. Darin muss der wissenschaftliche Name (Gattung und Art) aller Holz- und anderen pflanzlichen Materialien angegeben werden, die im Instrument vorhanden sind. Auch das Ursprungsland des Holzes ist dort zu vermerken. Alle Importwaren, die Gegenstand der Harmonized Tariff Schedule 0201 und 9202 sind, unterliegen dieser Meldepflicht.

 

Die Angabenpflicht und die Anforderungen der Zollerklärung für bestimmte Instrumente wurde am 2. September von der „Animal and Plant Health Inspection Service“ (APHIS) bekannt gegeben. Die APHIS ist federführend in der Umsetzung des US Lacey Acts, der 2008 angekündigt worden war. Ziel der Verordnung war es damals, eine bundesweit einheitliche Gesetzgebung für den Import, Verkauf oder Besitz von Produkten einzuführen, die Holz oder Pflanzenstoffe aus illegaler Ernte in ihrem Ursprungsland beinhalten.

 

Laut AHIPS und der US-Zollbehörde kann die Erklärung auf elektronischem Weg ausgefüllt werden. Es gibt aber auch eine Druckversion des Dokuments auf der Website der APHIS: www.aphis.usda.gov/plant_health/lacey_act/index.shtml.

Importeure sind verpflichtet, die Angaben vollständig auszufüllen. Sollte dem Bearbeiter des Dokuments eine Angabe nicht vorliegen, so muss er diese nach seinem Wissenstand ausfüllen oder nachforschen.

 

Durch die Änderung des Lacey Act ist die Import-Erklärung zum Zeitpunkt der Einfuhr in die USA auszufüllen. Bei der schrittweisen Umsetzung des Zeitplans waren Musikinstrumente bislang ausgenommen. Im Rahmen der neuen Mitteilung, dass nun auch Pianos und Saiteninstrumente von dieser Regelung betroffen sein werden, überlegt die APHIS, ab dem 1. September 2010 auch andere Produkte wie Holzblasinstrumente auf die Liste zu setzen.

 

Das Gesetzt erstreckt sich aktuell auf alle in die USA importierten Musikinstrumente, unabhängig von Größe und Anzahl der Sendung sowie dem Herstellungsdatum der Instrumente. Die NAMM hat in Kooperation mit Unternehmensverbänden und ökologischen Gruppen versucht, auf die Anforderungen der Einfuhrerklärung Einfluss zu nehmen. Ziel war es, alle Instrumente von der Verordnung auszuschließen, die vor dem Inkrafttreten des Lacey Acts im Sommer 2008 hergestellt wurden, ebenso Vintage-Instrumente.