Norwegische Delegation zu Gast bei JeKi

Vertreter des norwegischen Verbandes der Städtischen Schulen für Musik und Darstellende Künste informierten sich am 2. Mai in Bochum über das deutsche Musikschulwesen und das Projekt "JeKi".

22 Vertreter des norwegischen Verbandes der Städtischen Schulen für Musik und Darstellende Künste waren am 2. Mai zu Gast in Bochum. Dort haben sie sich einerseits über das deutsche Musikschulwesen und andererseits speziell über das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ informiert.

 

Am 2. Mai trafen morgens an der Musikschule Bochum 22 Leiter der Städtischen Schulen für Musik und Darstellende Künste (Municipal Schools of music and performing arts) aus Norwegen ein. Sie waren aus Städten wie Trondheim, Tydal oder Melhus angereist, um sich im Ruhrgebiet einen Eindruck über die deutsche Struktur der Musikschullandschaft zu verschaffen. Besonders interessierten sie sich zudem für das Programm „Jedem Kind ein Instrument“, das seinerzeit in Bochum entstand und mittlerweile in 42 Städten des Ruhrgebiets erfolgreich umgesetzt wird. Denn in Norwegen gibt es eine vergleichbare Struktur öffentlich geförderter Musikschulen, die im Rahmen verschiedener Kooperationsprojekte eng mit den allgemeinbildenden Schulen zusammenarbeiten.


Begrüßt wurde die norwegische Delegation von Birgit Walter, Programmleiterin der Stiftung Jedem Kind ein Instrument, und Manfred Grunenberg, Leiter der Musikschule Bochum. Nach einem ersten Austausch und einer Einführung in das JeKi-Programm, ging es, aufgeteilt in Kleingruppen, zum Unterrichtsbesuch an verschiedene Bochumer Grundschulen. Dabei hatten die Besucher die Gelegenheit, das breite Spektrum des JeKi-Unterrichts kennen zu lernen: Auf dem Tagesplan stand der Besuch einer ersten Klasse, die im so genannten „Tandem“ gemeinsam von Musikschullehrkraft und Klassenlehrerin unterrichtet wird. Weiter ging es mit Instrumentalunterricht in einer Kleingruppe und dem Besuch einer Unterrichtsstunde des schuleigenen Orchesters „Ensemble Kunterbunt“, in dem die Kinder gemeinsam musizieren.

 

Nach der Tour durch die Grundschulen zeigte sich der Besuch aus Norwegen begeistert vom JeKi-Programm. Birgit Walter freut sich über die internationale Resonanz, die JeKi mittlerweile erhält: „In Kanada gibt es ein JeKi-Programm, in Belgien und New York gibt es ähnliche Initiativen, und nun interessiert man sich auch in Norwegen für uns – das bestärkt uns in unserer täglichen Arbeit.“