Schimmel stellt Insolvenzantrag

Am 31. Juli 2009 hat die Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik beim Amtsgericht Braunschweig die Insolvenz beantragt.

Die Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik hat beim Amtsgericht Braunschweig am 31. Juli 2009 die Insolvenz beantragt. Nun gelte es, den Fortbestand der Klavierfabrik und ihrer Angestellten mittels einer angestrebten Planinsolvenz zu sichern, sagte Geschäftsführer Hannes Schimmel-Vogel gegenüber „das musikinstrument“.

 

„Wir sind schon immer ein export-starkes Unternehmen gewesen und waren in Amerika sehr aktiv“, so Schimmel-Vogel. „Daraus haben sich in den vergangenen Monaten zwei Probleme ergeben: der stark fallende Dollarkurs und nun auch die Spätfolgen der Finanzkrise von 2008.“ Die sehr schwachen Zahlungseingänge im Juni und Juli dieses Jahres hätten zu einem Liquiditätsengpass geführt, weshalb man sich letztlich für den Insolvenzantrag entschied. Es wurde bereits ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet, dem ein so genanntes Insolvenzplanverfahren folgen soll.

 

Schimmel-Vogel zufolge zielt ein Insolvenzplanverfahren stets auf den Fortbestand eines Unternehmens ab. In diesem Sinne strebe er damit an, „nahezu alle Arbeitsplätze erhalten zu können“. Derzeit sind in der Pianofortefabrik 144 Mitarbeiter beschäftigt. Sie hätten nach Bekanntgabe der Insolvenz spontan Unterschriften gesammelt, um ihren Einsatzwillen für den Fortbestand auszudrücken, so das Unternehmen.