SOMM fordert mehr Musikerziehung an Schulen

Die Society of Music Merchants fordert Veränderungen bei der Musikerziehung an Schulen. Sie begründet dies mit den Ergebnissen einer neuen GfK-Studie, die der Verband in Auftrag gegeben hatte.

Die Society of Music Merchants fordert Veränderungen bei der Musikerziehung an Schulen. Sie begründet dies mit den Ergebnissen einer neuen GfK-Studie, die der Verband in Auftrag gegeben hatte. Die Ergebnisse der repräsentativen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) belegen, dass nur elf Prozent der deutschen Haushalte finden, ihre Kinder bekämen genug Musikunterricht.  93 Prozent der Deutschen sagen hingegen, dass Musikerziehung an Schulen Pflicht sein sollte.



Die SOMM hatte das deutsche Marktforschungsinstitut beauftragt, 11.900 Bundesbürger zur Bedeutung von Musik in ihren Haushalten zu befragen. Die Ergebnisse zeigen laut dem Verband eine deutliche Diskrepanz zwischen der grundsätzlich positiven Einstellung der Deutschen zur Musik einerseits und ihrem begrenzten aktiven Musikverhalten andererseits.



Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) bezeichnet sich selbst als musikalisch. Noch mehr, nämlich acht von zehn Deutschen, halten musikalische Früherziehung von Kindern für sehr wichtig. Obwohl sich die Deutschen für Musik begeistern, wird in nur jedem vierten Haushalt zum Instrument gegriffen. Die Wurzeln der Musik-Passivität liegen den Studienergebnissen zufolge vor allem in der Kindheit: Das Spielen eines Instruments lernen vor allem Kinder vor dem elften Lebensjahr, motiviert durch das Elternhaus. Die meisten (61 Prozent) nehmen dafür Privatunterricht. Schulunterricht hingegen hat nur knapp neun Prozent der heute aktiv Musizierenden an ein Instrument herangeführt. Da kontinuierlicher Privatunterricht eher für gut verdienende Haushalte in Frage kommt, setzt sich die SOMM nachdrücklich für schulische Musikerziehung ein.

 

Nur jeder neunte Befragte sagt: Die schulische Musikerziehung der Kinder ist ausreichend. Und 93 Prozent wünschen sich, dass der Nachwuchs bereits in Kindergarten und Vorschule an Xylophon, Klavier und Co herangeführt wird. Denn die positive Wirkung des Musizierens ist allgemein bekannt. Während das Spielen eines Instruments für Erwachsene vor allem Spaß, Entspannung und Phantasie bedeutet, stimmen rund 80 Prozent zu, dass Kinder durch musikalische Aktivität kreativer, intelligenter und teamfähiger werden.

 

Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Studienergebnisse macht sich die SOMM für die musikalische Zukunft in Deutschland stark. Dass eine konsequente und gesetzlich verankerte Musikerziehung in Deutschland Erfolg versprechend ist, zeigt ein Blick über den Atlantik. In den USA, wo jeder Dritte in der Schule gelernt hat, ein Instrument zu spielen, gibt es aktuell doppelt so viele aktiv Musizierende wie in Deutschland. In jedem zweiten US-amerikanischen Haushalt wird mindestens ein Instrument gespielt.