SOMM: Herausforderungen für die MI-Branche

Größte Herausforderungen der MI-Branche bleiben laut SOMM trotz Wachstum nach wie vor der Rückgang von Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen, ein stark umkämpfter Freizeitmarkt und der Trend zum Tauschen und Teilen. Die daraus resultierenden Konsolidierungsprozesse sind ein Anzeichen, dass sich der Markt auch in Zukunft weiterhin verändern wird. Allein im Jahr 2013 gaben fünf Prozent der Facheinzelhändler in Deutschland Ihren Betrieb auf.
„In den nächsten zehn Jahren wird sich die Wirtschaft innerhalb unserer Branche grundlegend verändern. Im vergangenen Jahrhundert drehte sich alles um Besitz, in diesem wird es immer mehr um Zugang gehen“ so Verbandsgeschäftsführer Daniel Knöll zur Thematik der Shareconomy. „Man verzichtet nicht auf den Kauf, weil man muss – sondern weil man kann. Teilen entspricht gerade dem Zeitgeist – das geht zu Lasten des Handels und schlussendlich auch zu Ungunsten einer ganzen Industrie.“
Der Einzelhandel steht bislang immer noch vor bedeutenden Umwälzungen. Der Kampf um den Kunden und um seine Gunst wird härter. „Davon ist allein schon aufgrund des bevorstehenden Bevölkerungsrückgangs bei nur leicht steigenden, vielleicht sogar stagnierenden verfügbaren Einkommen sicher auszugehen“, sagte Knöll. „Im Einzelhandel haben in den letzten Jahren starke Strukturverschiebungen stattgefunden. Bei nur geringen realen Umsatzsteigerungen setzte sich der Konzentrationsprozess fort. Viele Einzelhändler mussten ihr Geschäft aufgeben.“
Umso wichtiger ist deshalb für die Branche der Appell nach stattfindenden Musikunterrichtsstunden an allgemeinbildenden Schulen. „Der Zugang zu Musikunterricht muss wieder flächendeckend gewährleistet sein, um nachhaltig die aktive Auseinandersetzung mit einem Musikinstrument zu fördern“, fordert der Branchenverband SOMM. „Geschieht dies nicht, wird das nicht nur Auswirkungen auf die allgemeine Bildung, die kulturelle Vielfalt, sondern auch auf die Ökonomie der Kultur- und Kreativwirtschaft und besonders auf die MI-Branche haben“, betont Knöll den Missstand in der Bildungspolitik.

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