Studie: Bezahlmöglichkeiten im Handel

In seiner Studie „Payment im Handel“ hat der Händlerbund jüngst analysiert wie Händler Zahlungsarten auswählen und welche Zahlungsart am häufigsten angeboten wird.

Der Händlerbund hat seine Studie unter 260 Teilnehmern durchgeführt. Bei der Frage nach den Angebotenen Zahlungsarten sticht vor allem PayPal hervor, da der Zahlungsanbieter nicht nur die am häufigsten angebotene Zahlungsart im Online-Handel ist (92 Prozent), sondern auch im stationären Handel zunehmend an Relevanz gewinnt (20 Prozent). Platz zwei bei den online angebotenen Zahlungsarten belegt die Vorkasse mit 75 Prozent. Jeder zweite Befragte bietet zudem Kredit- oder Debitkartenzahlung an, wobei Mastercard mit einem Prozent vor Visa liegt (Mastercard 95 Prozent, Visa 94 Prozent).

Stationärer Handel
Die Zahlung mit Bargeld ermöglichen fast alle stationären Händler (98 Prozent) ihren Kunden. Allerdings bieten nicht einmal zwei Drittel (60 Prozent) der stationären Händler die Zahlung mit EC-Karte an. Kredit- und Debitkartenzahlung wird sogar nur von 32 Prozent ermöglicht. Mobile Payment wird aktuell nur von drei Prozent der Händler angeboten.

Wenn es um die Auswahl der Zahlungsarten geht, wird noch einmal deutlich, warum PayPal zumindest online den ersten Platz belegt. Drei Viertel der Händler (75 Prozent) gab in der Befragung an, dass eine hohe Kundensicherheit ausschlaggebend für die Auswahl ist. Die eigene Sicherheit ist nur für jeden zweiten Händler (51 Prozent) wichtig. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) legt hingegen Wert auf Tracking Tools. Themen wie Usability und Schnelligkeit ist nur für eine Minderheit (4 Prozent) bei der Auswahl relevant.

PSD2 größtenteils unbekannt
In der Studie wurden die Händler auch nach ihrem Wissensstand zur neuen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) befragt. Diese tritt ab 2018 in Kraft und soll ein schnelleres, einfacheres und sichereres Bezahlen ermöglichen. Zudem verbietet sie Zuschläge bei Kreditkartenzahlung. Bei der Befragung wurde deutlich, dass ein Großteil der Händler - nämlich ganze 90 Prozent - keine Ahnung haben, was auf sie zukommt. Fast zwei Drittel (60 Prozent) kann überhaupt nichts mit der PSD2 anfangen.