Yamaha und Bösendorfer erarbeiten Umstrukturierungsplan

Durch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm soll die traditionsreiche Klaviermanufaktur Bösendorfer für die Zukunft gerüstet werden.

Bösendorfer ist als ein weiterer Klavierbauer von der globalen Wirtschaftskrise betroffen. Seit dem Kauf des Unternehmens im Januar 2008 hat Yamaha die österreichische Klaviermanufaktur mit beträchtlichen finanziellen Mitteln unterstützt. Aufgrund der aktuellen Finanzlage will sich der österreichische Instrumentenhersteller nun umstrukturieren. Einzelheiten hierzu gab Bösendorfer am Donnerstag, 26. November 2009, auf einer Betriebsversammlung in Wien bekannt gegeben.

 

Um das interne Kostengefüge zu verbessern, sollen die Strukturen schlanker und die Abläufe künftig effizienter gestaltet werden. Bösendorfer beabsichtigt zudem mittels Restrukturierungsplan marktnahe Umsatzplanungen und darauf abgestimmte Produktionskapazitäten. Darüber hinaus werde es auch Entlassungen geben bzw. einem Teil des Personals Änderungsangebote zu bestehenden Dienstverträgen vorgelegt. Der Betriebsrat sei eingeladen worden, in Verhandlungen mit der Geschäftsführung einzutreten, um einen Konsens über Maßnahmen und Sozialplan zu erarbeiten. Die bereits Anfang 2009 vom Management beschlossene Zusammenführung von Produktion und Administration, Marketing, internationalem Verkauf und Teilen des Service startet in den ersten Monaten von 2010.

 

„Ziel aller Maßnahmen ist es, Bösendorfer eine stabile finanzielle Basis für die Zukunft zu geben“, sagte Dr. Rupert Löschnauer von der Kommunikationsabteilung des Klavierbauers. „Bösendorfer wird in Österreich bleiben.“

 

Nach der Übernahme Bösendorfers durch Yamaha im Januar 2008 wollen die Partner ihre Zusammenarbeit bei Verkauf und Marketing verstärken. „Eingebunden in eine Mehrmarkenstrategie sollen die Stärken und besonderen Vorzüge beider Marken intensiver genutzt und beworben werden. Zudem soll die Künstlerbetreuung weltweit ausgebaut und die Zusammenarbeit mit Konzerthäusern und renommierten Ausbildungsinstitutionen forciert werden.