60 Jahre Geigenbauersiedlung Bubenreuth

Vor 60 Jahren wurde der Grundstein für die Ansiedlung der Schönbacher Geigenbauer in Bubenreuth gelegt.

 

Am 3. Oktobers 1949 fiel die Entscheidung im Bubenreuther Gemeinderat, die Schönbacher Geigenbauer in Bubenreuth ansiedeln zu lassen. Diese Entscheidung bedeutete für rund 1600 Saiteninstrumentenbauer aus dem böhmischen Musikwinkel die dringend notwendige zentrale Ansiedlung und eine neue Heimat. Nur 17 Tage nach dem Beschluss, am 20.Oktober 1949, wurde der Grundstein für die Schönbacher Siedlung gelegt. Im Rahmen einer Jubiläumsfestveranstaltung feierte man mit Zeitzeugen und zahlreicher Prominenz die 60. Wiederkehr der Grundsteinlegung für die „Geigenbauersiedlung“.

 

Im Rahmen des Festakts lies Christian Hoyer die Geschichte der Geigenbauer von Schönbach bis Bubenreuth  Revue passieren. In seinem Vortrag stellte der Historiker den Beginn des Geigenbaues um 1700 im böhmischen Musikwinkel vor und ging auf den fränkischen Ort Bubenreuth ein, welcher 1817 schon die Burschenschaft Bubenruthia aufnahm und in den Nachkriegsjahren durch den Musikinstrumentenbau weltweiten Ruhm erlangte.

Bubenreuth, so Hoyer, hat in dieser Zeit eine spannende Geschichte geschrieben und diese Geschichte sollte man bewahren. Der neu gegründete Verein „Bubenreutheum“, in dessen Vorstandschaft Hoyer ist, hat als Vision diese einzigartige Geschichte in einem Museum zu bewahren.

 

Als Zeitzeugen der Grundsteinlegung am 20.Oktober1949 stellte Bürgermeister Greif Anni Paulus, die Ehefrau des damaligen ersten Bürgermeister Hans Paulus sowie Bruno Treidl und Andreas Nendel vor, welcher als Maurerlehrling nicht nur an der Grundsteinlegung, sondern am Bau der Siedlung beteiligt war. 

 

Im Bild:
Bürgermeister Rudolf Greif  mit den Zeitzeugen Andreas Nendel (links), Anni Paulus (mitte) und Bruno Treidl (rechts) neben dem historischen Dokument.