SOMM JHV: Verband setzt starke Impulse für die Branche

Am Dienstag, den 4. Juni, kamen die Mitglieder der SOMM zur 15. Jahreshauptversammlung in Berlin zusammen. Auf der Agenda standen neben dem Rückblick auf das zurückliegende Verbandsjahr intensive Diskussion zur Zukunft der Branche.

Zum Auftakt der 15. Jahreshauptversammlung (JHV) des Branchenverbands SOMM – Society Of Music Merchants e.V. fand am Vorabend das traditionelle Get-Togehter statt. In lockerer Atmosphäre konnten die Branchenvertreter hier netzwerken uns sich intensiv über verschiedenste Branchenthemen austauschen. Auch einige Mitglieder des GDM, dessen Jahrestagung am Dienstag parallel stattfand, waren vor Ort. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war eine Führung durch das Bundeskanzleramt.

Mit den Eindrücken aus der „Zentrale der Macht“ ging es am nächsten Tag ans Werk. Auf der JHV konnte der Verband gleich mehrere neue Mitglieder begrüßen, darunter Verantwortliche und Geschäftsführer von Neutrik, Audiowerk, das Pianohaus Trübger und Musikinstrumente Danner.

Nach der Eröffnungsrede durch den Vorstandsvorsitzenden Joachim Stock stellte SOMM-Geschäftsführer Daniel Knöll den Geschäftsbericht für das Verbandsjahr vor. Der Verband hat im vergangenen Jahr besonders den Austausch mit der Politik intensiviert. So nahm die SOMM bei der Agenda Musikwirtschaft teil, bei der verschiedene Verbände gemeinsam ihre Forderungen an die Politik richteten. Auf europäischer Ebene fand ein Treffen mit dem Europaabgeordneten Axel Voss statt, zudem wirkt die SOMM nun auch im European Music Council mit.

International konnte auch durch die Arbeit der SOMM der Antrag Chinas für die Normung von Musikinstrumenten bei der ISO abgeschmettert werden. Zudem steht bei der kommenden CITES-Konferenz die Ausnahmeregelung für Musikinstrumente mit Palisander zur Abstimmung, an der der Verband tatkräftig mitwirkte.

Nach dem Geschäftsbericht und der Entlastung des Vorstands warben die SOMM-Mitarbeiter Elisabeth Kühl und Martin Nies für die Verbandsprojekte „Europäischer Schulmusik Preis“ und „Deutschland macht Musik – spiel mit!“. Sie riefen die Mitglieder auf sich noch intensiver für diese Projekte zu engagieren.

Am Nachmittag ging es in die offene Diskussion. Von Seiten des Verbands der freien Musikschulen bdfm wurde an Daniel Knöll herangetragen, dass man sich eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Musikfachhandel wünscht. Nach der Diskussion wurde hierfür eine Arbeitsgruppe gebildet, die eruieren soll, wie es tatsächlich um die Zusammenarbeit mit den Musikschulen bestellt ist und welche Möglichkeiten für Kooperation bestehen.

Zweites Diskussionsthema war das SOMM-Herbstmeeting. Im vergangenen Jahr stand dies erstmals allen Branchenmitgliedern offen und konnte mit einem interessanten Vortragsprogramm zahlreiche Teilnehmer anziehen. Nun wurde diskutiert wie man diese Plattform für den Branchenaustausch noch weiterausbauen und vor allem noch mehr Händler für das Event gewinnen kann. Konsens bestand in der Diskussion insbesondere darin zunächst das Kongress-Programm mit interessanten Speakern auszubauen. Weiter werden verschiedene Ideen aus dem Plenum nun geprüft und ausgearbeitet. Ein Termin für das nächste Herbstmeeting wird in Kürze bekanntgegeben.

Einen ausführlichen Bericht zur Jahreshauptversammlung der SOMM lesen Sie in der August-Ausgabe von das musikinstrument.