Steingraeber setzt auf adsilent ohne Sampling für den digitalen Klavierklang

Die Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne trägt nach eigener Aussage digitale Samplings zu Grabe und setzt fortan auf „physical Modelling“ für ihren digitalen Klavierklang.

Knappe Speicherkapazitäten bestimmten, dass „Derivat-Klänge“ umfangreich eingesetzt wurden, so Steingraeber. Die nötige dynamische Breite war nicht angemessen vertreten. Sprünge und Löcher in Chromatik wie Dynamik bestimmten das Kopfhörererlebnis. Steingraeber hat sich nach eigener Aussage mit einer grenzüberschreitenden Kooperation - von Frankreich über Deutschland nach Österreich und Japan - einem authentischen elektronischen Klavierklang erstaunlich angenähert.

„Physical Modelling“ heißt der neue digitale und wesentlich authentischere Klavierklang, der auf einem komplexen Programm des französischen Ingenieurs, Mathematikers und Klavierbauers Philippe Guillaume basiert. Aus diesem Klangmodell errechnete nunmehr die Firma „adsilent“ in einem komplizierten Prozess den Steingraeber Konzertflügelklang heraus, der zum einen keinen Maxicomputer benötigt und laut dem Unternehmen aus Bayreuth zum anderen die bekannten Schwächen des Samplings vollkommen ausschließt.

„Was der Klavierkunde nun hört, während er einen akustischen Flügel oder ein Akustikpiano auf Stummschaltung stellt, ist ein Steingraeber & Söhne Konzertflügel E-272 in einer klaren, prägnanten Struktur, die nicht mehr an elektronische Weichzeichnung und piepsige Diskanttöne erinnert“, so das Untenehmen weiter. Wenn auch die Bayreuther Klavierbauer nach wie vor Naturklang den Vorzug geben, so seien sie doch nun einen Riesensprung weiter gekommen auf dem Weg zur Zufriedenheit ihrer anspruchsvollen Kunden.

Der Vertrieb erfolgt über „adsilent“, sodass der neue Klang einem weiten Kreis an Interessenten offensteht. Alle Steingraeber-Instrumente mit Silentfunktion werden ab sofort mit Steingraeber-Konzertflügelklang ausgeliefert.