US-Strafzölle gegen China: NAMM liefert Argumente für die Ausnahme von Instrumenten

In einem Webinar hat die NAMM ihre Mitglieder zum aktuellen Stand der US-Strafzölle auf chinesische Importe informiert. Das Webinar steht online öffentlich zum Download bereit.

Am 6. Juni hat die NAMM ihre Mitglieder über den aktuellen Stand der US-Strafzölle auf chinesische Importe informiert. Der Verband verzeichnete rund 250 Anmeldungen für das Panel. Einige Produkte sind bereits von den Strafzöllen betroffen, beispielsweise Cases und Ständer. Derzeit bei 10 Prozent liegend soll der Zoll am 15. Juni auf 25 Prozent erhöht werden. In der nächsten Stufe sollen die Strafzölle auf alle bisher nicht betroffenen Produkte und Waren ausgedehnt werden. Die entspricht laut James Goldberg von der Finanzkanzlei James B. Goldberg & Associates einem Waren-Volumen von rund 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Wann und ob dieser Schritt von der US-Regierung gemacht wird, ist noch offen. US-Finanzminister Steve Mnuchin gab im Mai aber bekannt, dass es Ausnahmen geben soll.

Die NAMM will für Musikinstrumente und -equipment eine solche Ausnahme von den Strafzöllen erwirken. Bis zum 17. Juni können noch schriftliche Kommentare beim Office of the U.S. Trade Representative eingereicht werden (Eine Anleitung dazu finden Sie auf https://www.namm.org/issues-and-advocacy/trade).

Zur Argumentation für die Ausnahme hat die NAMM mehrere Punkte auf ihrer Website veröffentlicht:

Das Produkt ist nur aus China oder überwiegend aus China oder anderen Ländern erhältlich (Prozentsatz der im Ausland hergestellten im Vergleich zu inländischen)

Zölle auf diese spezifischen Waren würden den US-Interessen, einschließlich kleiner oder mittlerer Unternehmen und Verbraucher, einen unverhältnismäßigen wirtschaftlichen Schaden zufügen.

Musikunterrichtsprogramme an K-12-Schulen im ganzen Land und das Musikleben jeder Familie würden unter einem vorgeschlagenen 25-prozentigen Zoll auf importierte Musikinstrumente und -geräte aus China leiden

Mit neuen Zöllen hätten Studenten / Familien in städtischen und ländlichen Gemeinden größere Schwierigkeiten, Instrumente und Ausrüstungen zu kaufen oder zu mieten. Schulbezirke, die mit höheren Kosten konfrontiert sind, könnten Musikausbildungsprogramme verringern oder sogar beseitigen

Viele erschwingliche Anfängerinstrumente werden in China hergestellt und junge Studenten wachsen schnell aus ihren Instrumenten heraus. Junge Geiger werden bis zu ihrem High-School-Abschluss bis zu vier verschiedene Geigengrößen durchlaufen

Musikinstrumente sind diskrete Konsumgüter mit einem hohen inhärenten Handels- / Einzelhandelswert: Ein Zoll von 25% würde den Zugang und die musikalischen Möglichkeiten verringern

Zölle auf Musikinstrumente und die Auferlegung höherer Kosten für die Verbraucher würden sich auf das Musik- und Kulturleben aller Gemeinden in den USA auswirken.

Außerdem erreichten den Verband zum Thema über 70 Fragen, die nun sortiert, beantwortet und als FAQ auf der NAMM-Website in Kürze veröffentlicht werden sollen.

Den Video-Download zum Webinar finden Sie unter: https://www.dropbox.com/s/m1y2orxxd3u6es2/411%20Tariff.mov?dl=0

www.namm.org