GfK-Konsumklimastudie für September 2017

Die exzellente Stimmung der Verbraucher setzt ihren Höhenflug im September vorerst nicht fort, so das Ergebnis GfK-Konsumklimastudie für September 2017.

Sowohl die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung gehen zurück. Dagegen legt die Konjunkturerwartung wieder leicht zu. GfK prognostiziert für Oktober einen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,8 Punkte. Die Deutschen sehen die Wirtschaft auch im Herbst auf einem soliden Wachstumskurs. So legt die Konjunkturerwartung nach den Einbußen aus dem Vormonat wieder zu. Dagegen wird der zuvor fünfmonatige Aufwärtstrend der Einkommenserwartung im September gestoppt. In deren Schlepptau verliert auch die Anschaffungsneigung leicht. Beide behalten jedoch ihr überaus hohes Niveau bei, so dass hier weniger von einer Trendwende nach unten als vielmehr von einer Stabilisierung gesprochen werden kann.

Konsumklima: erster Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge
Nach 10,9 Zählern im September prognostiziert GfK für Oktober einen Rückgang auf 10,8 Punkte. Somit muss der Indikator nach fünf Anstiegen in Folge wieder leichte Einbußen hinnehmen. Dennoch bleibt die Konsumstimmung in überaus guter Form. Die Binnenkonjunktur wird auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland leisten.

GfK bestätigt seine Prognose von Beginn dieses Jahres, wonach der private Verbrauch in diesem Jahr real um 1,5 Prozent zunehmen wird. Das Bild ist trotz der exzellenten Situation im Inland jedoch nicht ungetrübt. International drohen eine Reihe von Risiken auch die konjunkturelle Lage in Deutschland zu beeinträchtigen. Die Spannungen um das Atomprogramm von Nordkorea nehmen ständig zu, die Brexit-Verhandlungen scheinen nur sehr schleppend voran zu kommen und andere Krisenregionen, wie Syrien und der Irak, kommen nicht zur Ruhe. Zudem sei nach wie vor nicht klar, wie sich die US-Regierung mit ihrer Handelspolitik künftig positionieren wird. Sollten hier die protektionistischen Tendenzen zunehmen, würde dies auch die Exportnation Deutschland treffen. In diesem Fall wäre dann vermutlich auch die Konsumkonjunktur beeinträchtigt.