Gibson einigt sich mit US-Justiz

Am vergangenen Montag räumte der Gitarrenhersteller ein, dass er mit dem Import exotischer Hölzer gegen amerikanische Umweltgesetze verstoßen hat.

Der langjährige Gerichtsstreit zwischen Gibson und der US-Staatsanwaltschaft bezüglich importierter Tropenhölzer ist beendet. Am vergangenen Montag hat der Gitarrenhersteller eingestanden, dass er mit dem Import exotischer Hölzer aus Madagaskar gegen amerikanische Umweltgesetze verstoßen hat. Daraufhin wurde das Strafverfahren gegen Gibson eingestellt. Das MI-Unternehmen mit Sitz in Nashville, Tennessee, muss nun 300.000 Dollar Strafe zahlen. Darüber hinaus spendet der Gitarrenhersteller 50.000 Dollar an die „US National Fish and Wildlife Foundation“ und verzichtet zudem auf beschlagnahmtes Holz im Wert von 262.000 Dollar.

 

"Wir fühlen uns zu der Einigung gezwungen, da uns ein weiterer Prozess Millionen Dollar gekostet hätte, bis dieser endgültig geklärt worden wäre“, sagte Firmenchef Henry Juszkiewicz in einer Pressemitteilung, die auf der offiziellen Gibson-Website veröffentlicht wurde. „Damit können wir uns nun wieder dem Gitarrenbauen widmen. Als wichtiger Teil der Einigung werden wir die Unterlagen zurückbekommen, die bei einer Razzia in unseren Fabriken beschlagnahmt worden waren. Uns wurde formell bestätigt, dass wir weiterhin Rosewood- und Ebenholz-Griffbretter aus Indien beziehen dürfen, wie wir es schon seit Jahrzehnten gemacht haben. "

 

Durch den Lacey Act ist der Erwerb von oder der Handel mit illegal geschlagenem Holz in den USA seit dem Jahr 2008 unter Strafe gestellt. Gibson war vorgeworfen worden, illegal eingeschlagenes Ebenholz aus Madagaskar und Indien sowie Rosewood aus Indien erworben und in der Gitarrenproduktion verwendet zu haben.


Quelle: AP/dapad, Gibson, EUWID