Innenstadtsterben: Verbraucher sind sich ihrer eigenen Schuld bewusst

In einer aktuellen Studie lies die Telefonbuch-Servicegesellschaft untersuchen, wen die Verbraucher verantwortlich für das Ladensterben in deutschen Ortskernen machen.

In der aktuellen Studie der „Das Telefonbuch-Servicegesellschaft“ erklären die Befragten, wer ihrer Meinung nach verantwortlich für das Städtesterben ist. Das Ergebnis ist eindeutig: Neben der Kommunalpolitik, die für 86 Prozent die Hauptverantwortung trägt, fassen sich die Verbraucher auch an die eigenen Nasen. 83 Prozent sehen sich selbst und das eigene Einkaufsverhalten als Ursache für den andauernden Trend des Ladensterbens in Einkaufsstraßen und Ortskernen.

93 Prozent der Verbraucher schätzen die Freundlichkeit und das Fachwissen der lokalen Anbieter – dies nutzen sie schamlos aus. Sie lassen sich im Laden ausführlich beraten, um die ausgesuchte Ware dann für ein paar Euro weniger im Internet zu bestellen. Die Diskrepanz dabei ist offensichtlich: Auf der einen Seite wünschen sich 94 Prozent eine breite Nahversorgung im eigenen Wohnort und eine lebendige Innenstadt, auf der anderen Seite kann kein Geschäft ohne zahlende Kunden bestehen.

Ein weiterer Grund für immer mehr Leerstand in Einkaufsstraßen sind die teils horrenden Mieten, die für Ladenflächen in Innenstadtlagen verlangt werden. Kaum ein Kleinunternehmer kann sich diese noch leisten. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht davon aus, dass ca. 10% aller Ladenflächen in Deutschland leer stehen. Auch das kritisieren die Verbraucher, die im Rahmen der aktuellen Studie befragt wurden: 62 Prozent sehen die Vermieter von Gewerbeflächen in der Pflicht, etwas zu verändern.