Insolvenzverfahren bei Schreiber & Keilwerth in entscheidender Phase

Die Entscheidung, wie es beim insolventen Blasinstrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth weitergeht, steht kurz bevor. Ende Juli, Anfang August will der Insolvenzverwalter Tobias Hoefer ein Investoren-Angebot präsentieren.

Eine Entscheidung über die Zukunft des insolventen Blasinstrumentenhersteller Schreiber & Keilwerth steht kurz bevor. Ende Juli, Anfang August will der Insolvenzverwalter Tobias Hoefer ein Investoren-Angebot präsentieren.

 

Der Insolvenzverwalter gibt sich zuversichtlich, zumal die offizielle Investorensuche bereits abgeschlossen ist. „Die bisherigen Gesprächen mit Interessenten sind sehr weit vorangeschritten“, sagte Sebastian Brunner, Pressereferent für „Hack|Hoefer“.

Firmen direkt aus der Branche hätten sich als mögliche Finanzinvestoren zurückgezogen. Mit potentiellen strategischen Investoren stehe man jedoch kurz vor Abschluss eines Angebots. Wird dies seitens der Gläubiger angenommen, könne der Betrieb unter neuer Regie nahtlos fortgesetzt werden, da Schreiber & Keilwerth seit dem Insolvenzantrag im März 2010 die Produktion und Vertrieb in vollem Umfang aufrechterhalten hat weiterlaufen lassen. Dies allerdings mit weniger Personal als noch Anfang des Jahres.

 

Im Juni und Juli dieses Jahres hatte der deutsche Musikinstrumentenhersteller weitere 30 Mitarbeiter freigestellt, 25 in der Markneukirchener Produktion, fünf bei der Verwaltung in Nauheim. Die Maßnahme war für die Arbeitnehmer keine Überraschung, da sie Teil des Sanierungskonzepts Insolvenzverfahren war, um den bisherigen Betrieb kostendeckend fortführen zu können aufrecht zu erhalten und das Unternehmen für potentielle Investoren mittels kostendeckender Schritte weiterhin attraktiv zu machen. Bereits im Mai dieses Jahres hatte Schreiber & Keilwerth mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens rund 70 Arbeitnehmer in der Produktion in Markneukirchen sowie in der Verwaltung in Nauheim freigestellt.