JeKi-Musikprojekt weiterhin nur im Ruhrgebiet

Das Musikprojekt «Jedem Kind ein Instrument» (JeKi) wird auf absehbare Zeit nur im Ruhrgebiet weitergeführt. Eine Ausweitung auf andere Regionen Nordrhein-Westfalens lehnt das Kultusministerium ab.

Das Musikprojekt "Jedem Kind ein Instrument" (JeKi) wird auf absehbare Zeit nicht über das Ruhrgebiet hinaus auf andere Regionen Nordrhein-Westfalens ausgeweitet. Als Grund für den Stop der Expansionspläne gab das Kultusministerium Finanzlücken an. Man wolle zunächst mit der Sicherung des Programms im Ruhrgebietfortfahren, sagte die Sprecherin des Kulturministeriums, Stephanie Paeleke-Kuhlmann, am Donnerstag in Düsseldorf. Im Mai 2010 gab NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff bekannt, dass "Jedem Kind ein Instrument" schrittweise vom Ruhrgebiet auf das ganze Land ausgedehnt werden solle. Daraus wird auf lange Sicht erstmal nichts.

 

Mit "JeKi" haben bisher rund 60 000 Grundschulkinder im Ruhrgebiet eine musikalische Grundausbildung erhalten. Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 nehmen 42 Kommunen des Ruhrgebiets, 56 Musikschulen, 641 kooperierende Grundschulen teil. JeKi erreicht damit 31.150 Erstklässler (alle Erstklässler der teilnehmenden Schulen), 14.621 Zweitklässler, 6.001 Drittklässler und 2.342 Viertklässler. Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) hatte das von der schwarz-gelben Vorgängerregierung vor vier Jahren begonnene Projekt als «absolut unterfinanziert» bezeichnet. Erhoffte Sponsorengelder in Höhe von 12 Millionen Euro blieben aus.