Kurzarbeit bei Seiler Pianos

Knapp ein Jahr nach dem Verkauf von Seiler Pianos an Samick, hat die neue Führungsspitze in Kitzingen auf Kurzarbeit umgestellt.

Die Wirtschaftskrise erreicht einen weiteren Klavierbauer. Seiler Pianos überbrücke die "schwierigen Zeiten" ab sofort mit Kurzarbeit, teilte Vertriebsleiter Achim Full gegenüber der Mainpost mit.

 

Seit einigen Tagen steht der Kitzinger Klavierhersteller auch unter neuer Führung. Laut Angaben der Mainpost, führt nun Maeung Chung die Geschicke des Klavierbauers mit seinen 44 Beschäftigten. Der Geschäftsführer sei laut Presseangaben dabei, „mit der Belegschaft“ Konzepte zu suchen, um die Produktion „in möglichst großem Umfang“ weiterzuführen. Dennoch sei es nach Meinung des Seiler-Chefs unvermeidbar, „Strukturen zu straffen und neue Strategien zu entwickeln“, heißt es im Pressetext.

Entlassungen würden bei Piano Seiler aber nicht zur Disposition stehen. Das Unternehmen werde auf die „Kaufzurückhaltungmit der Kurzarbeit reagieren. Auf jeden Fall werde der Standort Kitzingen erhalten, „da große Teile der Kundschaft Wert auf die Herkunft und den Ursprung des Instruments legen“, wie es im Pressetext heißt.

 

Massive Auftragsrückgänge hatten im Juli 2008 das 1849 gegründete Familienunternehmen Seiler dazu gezwungen in die Insolvenz zu gehen. Drei Monate übernahm der koreanische Samick-Konzern, einer der weltweit größten Hersteller von Musikinstrumenten, das Unternehmen.