Manuel Rodriguez Sr. gestorben

Der bekannte spanische Gitarrenbauer Manuel Rodriguez Sr. ist tot. Er verstarb am 25. Dezember 2008 im Alter von 82 Jahren.

Die renommierte Gitarrenmacher-Familie Rodriguez aus Spanien hat eine wichtige Person in der Unternehmensgeschichte verloren. Am ersten Weihnachtstag vergangenen Jahres, 25. Dezember 2008, ist Manuel Rodriguez Sr. gestorben. Der Instrumentenbauer und –händler wurde 82 Jahre alt. Seine Söhne Manuel Jr. and Norman Rodriguez werden das Unternehmen ihres Vaters in nunmehr dritter Firmengeneration weiterführen.

 

Der im Oktober 1926 geborene Enkel des Flamenco-Gitarren-Spielers Manuel Rodriguez Marequi und Sohn des Instrumentenbauers Manuel Rodriguez Perez hatte seine musikalisch ambitionierte Ausbildung als 13-Jähriger bei Ramirez in Madrid begonnen. Sein erstes selbst gebautes Instrument war damals eine Flamenco-Gitarre. Bereits in den Fünfzigerjahren exportierte Rodriguez Sr. nach Frankreich, England und in die Vereinigten Staaten. 1959 wanderte er mit seiner Familie nach Los Angeles aus und produzierte dort in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der UCLA Gitarren für professionelle Musiker, Schauspieler, Lehrer und Studenten. In L.A. wurden auch seine zwei Söhne, Manuel Jr. und Norman, geboren. Insgesamt 14 Jahre verbrachte er in den USA.  Zu seinen Innovationen gehört auch ein verstellbarer Gitarren-Steg. 1973 kehrte Rodriguez Sr. zurück nach Spanien, wo er noch bis kurz vor seinem Tod für das Familienunternehmen „Rodriguez & Sons“ gearbeitet hatte.

 

In seinen letzten Lebensjahren hat sich Rodriguez II vermehrt den aktuellen Umweltproblemen, dem zunehmenden Mangel an hochwertigen Holzarten und dem Konkurrenzkampf auf dem internationalen Gitarrenmarkt gewidmet. Jene Themen sprach der Instrumentenbauer vor sechs Jahren bereits in seinem Buch „Leben und Erfahrungen im Gitarrenbau“ an. Trotz seiner bereits seit 2006 währenden Krankheit hatte Rodriguez Sr. stets – den Umständen entsprechend – weitergearbeitet. Seine Söhne werden die Kunst des Gitarrenbaus auch in Zukunft weitergeben, versprachen sie.