Messe Frankfurt veröffentlicht Feedback zu neuem Messekonzept

Auf der diesjährigen Musikmesse gab die Messe Frankfurt ihr neues Messekonzept bekannt, das auch auf viel Kritik stieß. „Bei der Umsetzung der Änderungen ist uns der Dialog mit der Branche besonders wichtig. Daher freuen wir uns über die vielen Reaktionen. Neben einigem Lob haben wir auch kritische Worte und Vorbehalte wahrgenommen – das gibt uns die Chance, mit genau diesen Beteiligten in Kontakt zu treten, Missverständnisse auszuräumen und konstruktive Anregungen aufzunehmen“, sagt Kai Hattendorf, Bereichsleiter Digital Business & Entertainment der Messe Frankfurt Exhibition GmbH.

Nun hat die Messe Frankfurt einige Stimmen aus der Branche hierzu veröffentlicht.
„Mit einem eigenen B2B-Areal hat die Messe ihre wirtschaftliche Bedeutung weiter unter Beweis gestellt – es hat gezeigt, dass ein eigener Bereich für den Handel gut funktioniert. Von der Fortführung erwarte ich mir daher viel“, sagt Gerhard A. Meinl, Vorsitzender des Bundesverbandes der Musikinstrumentenhersteller. Ähnlich fallen Resümee und Ausblick bei Ralf Karstädt, Inhaber Musikhaus Karstädt, aus: „Für uns als Händler war bereits die B2B-Area auf der diesjährigen Messe eine große Bereicherung. Wir haben uns sehr über die Gelegenheit gefreut, hier abseits des Messetrubels in Ruhe Geschäftsgespräche führen und Handel treiben zu können. Daher begrüßen wir die Ausweitung des Konzepts.“ Michael Kunz, Senior Product Manager der Kawai Europa GmbH, fasst zusammen: „Der Spagat kann gelingen: Musiker und Händler gleichermaßen begeistern! Das ist für uns der essenzielle Zweck des Messeauftritts.“

Michael Smilgies, Verantwortlicher für Entertainment Relations bei Gibson Brands:„Wir betrieben einen hohen Aufwand, um Aufmerksamkeit bei Kunden zu wecken. Daher sehen wir es als erfreuliche Maßnahme, dass die Messe zukünftig allen offen steht, die sich für Musikinstrumente interessieren. Gerade, was die Ansprache von Amateur- und semiprofessionellen Musikern anbelangt, gibt es weltweit keine vergleichbare Veranstaltung zur Musikmesse.“ Günter Kreuzpointner, Office Manager der AMI Musical Instruments GmbH, sieht die Messe als Informationsplattform gestärkt: „Der Musiker ist die wichtigste Person in unserer Branche. Ohne ihn geht es nicht – nicht für den Händler und nicht für den Hersteller. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Neuerungen.“ Gerade für junge Unternehmen mit hohem Innovationsgeist ist die Musikmesse zukünftig eine noch bedeutendere Präsentationsfläche, befindet Nir Averbuch vom israelischen Software-Hersteller Sound Radix Ltd.: „Für uns ist es wichtig, die neuartige Funktionsweise unserer Produkte einem internationalen Publikum näherzubringen. Das geht am besten ‚Face-to-Face' an unserem Stand. Um unsere Marketing-Ziele auf der Messe zu erreichen, sehen wir die Öffnung für alle Musikinteressierten als erfreuliche Entwicklung.“

Den Nutzen für das musikinteressierte Publikum betont Tobias Kammerer, Einkaufsleiter der Musikhaus Kirstein GmbH: „Die Öffnung am gesamten Wochenende schafft die idealen Voraussetzungen, um gerade Hobby-Musiker noch besser zu erreichen. Die Möglichkeit, Instrumente mit eigenen Händen auszuprobieren und live zu erleben, ist durch nichts zu ersetzen und bietet sich durch die Zentralisierung des MI-Marktes im Alltag immer weniger.“ Mit dem Einlass ab 10 Uhr orientiert sich die Veranstaltung am internationalen Standard bei Messen rund um Musik und Entertainment. „Das kommt uns entgegen, da der Andrang an unserem Stand bisher im Verlauf des Tages meistens zugenommen hat. Da erscheint es aus unserer Sicht sinnvoll, die Öffnung um eine Stunde nach hinten zu verschieben“, sagt Drago Dujak, Product Specialist bei Schertler SA.

„Den Änderungen ab 2016 stehen wir aufgeschlossen gegenüber – viel mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen“, befand Steve Baltes, Sales Manager der Sonic Sales GmbH, während der Messe. Kritischer äußerte sich Ingo Angres, Marketing Manager der Sennheiser Electronic GmbH & Co. KG.: „Wir werden das Konzept für 2016 genau anschauen und abwarten, welche Veränderungen es mit sich bringt. Ausschlaggebend für uns wird sein, ob und wie sich die weiteren Unternehmen aus unserer Branche auf der Messe präsentieren werden.“

Die vollständigen Zitate gibt es in diesem PDF.

www.musik.messefrankfurt.com