MI-Branche trifft Politik

Am 24. Oktober lud das Bundeswirtschaftsministerium führende Vertreter der MI- und ProAudio-Industrie zum ersten Branchenhearing der Musikinstrumentenindustrie. Rund 30 Personen folgten der Einladung in den Presseclub nach Nürnberg.

Am 24. Oktober lud das Bundeswirtschaftsministerium führende Vertreter der MI- und ProAudio-Industrie zum ersten Branchenhearing der Musikinstrumentenindustrie. Rund 30 Personen folgten der Einladung von Dagmar Wöhrl, der parlamentarischen Staatssekretärin des Bundeswirtschaftsministeriums, in den Presseclub nach Nürnberg.

 

Das Branchenhearing ist Teil der Initiative „Kultur- & Kreativwirtschaft“ des BWMi. Im Herbst 2007 hat die Bundesregierung dieses Programm ins Leben gerufen, mit dem Ziel, der Branche den Weg in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft zu ebnen. Dafür sollen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und das Arbeitsplatzpotenzial ausgeschöpft werden. Neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, ist auch der Beauftragte des Bundeskanzleramtes für Kultur und Medien in die Initiative eingebunden.

 

Im Rahmen der Veranstaltung konnten sich die Verbände wie SOMM, BDMH, BDK oder GDM der Musikinstrumentenbranche vorstellen, ihre Programme und Ziele gegenüber der Politik darstellen und mit den Anwesenden diskutieren. Unternehmensberater Rolf Reisinger skizzierte im Rahmen seines Vortrags die wirtschaftlichen Rahmendaten der MI-Branche und Native Instruments-CEO Stephan Schmitt  gab einen Einblick in die Welt des digitalen Musizierens. Einstimmigkeit herrschte bei allen Anwesenden beim Ziel, den Nachwuchs zum Musizieren anzuregen und der Forderung die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für mittelständische Betriebe zu verbessern. Stichworte hier waren Standortnachteile durch Überbürokratisierung bei der Durchführung von Elektroschrott- oder Verpackungsverordnung sowie die Erbschaftssteuer-Belastung.

 

An die Vertreter der Bundesregierung, Peter Grafe (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien) und Bernd Lämmlein (BWMi, Referat Konsumgüterindustrie) wurden zudem konkrete Anregungen für eine Zusammenarbeit mit der Bundesregierung gestellt. So forderte der SOMM-Vorsitzende Dr. Jeromin eine verstärkte gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit um Kinder zum Musizieren zu animieren oder eine Reform von Ausschreibungen hinsichtlich deutscher Hersteller.

 

Die komplette Teilnehmerliste gibt es unter:

 

www.das-musikinstrument.de/fileadmin/pdf-dateien/dm/Teilnehmerliste_24_10_08.pdf