MI-Branche wächst um knapp fünf Prozent

Der Umsatz mit Musikinstrumenten betrug im vergangenen Jahr (2011) 914 Millionen Euro.

Die deutsche Musikinstrumentenbranche wächst im fünften Jahr kontinuierlich. Der Umsatz mit Musikinstrumenten betrug im vergangenen Jahr (2011) 914 Millionen Euro*. Das meldete der Spitzenverband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche – Society Of Music Merchants e. V. – am Dienstag im Rahmen der Musikmesse.



Die deutschen Marktteilnehmer der MI-Branche legtenen im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Laut SOMM-Erhebung IMIS* stieg der Gesamtumsatz der angeschlossenen Unternehmen mit Musikinstrumenten und Musikequipment von 875 Millionen Euro** (2010) auf 914 Millionen Euro* (2011) zu Endverbraucherpreisen.



Das klassische Geschäft mit Musikinstrumenten bleibt stärkster Umsatzbringer der MI-Branche. Rund zwei Drittel des Umsatzes (581 Mio. EUR*) werden mit Tasten-, Saiten-, Blas- und Schlaginstrumenten und deren Zubehör gemacht. So bleiben Tasteninstrumente (143,1 Mio. EUR*; -3,7%), hier im Besonderen Digitalpianos, umsatzstärkste Warengruppe. Jedoch verzeichnet diese zusammen mit den Bereichen Saiteninstrumenten (-1,3%), Schlagzeug & Percussion (-1,3%) minimale Rückgänge. Einzig die Warengruppe der Blasinstrumente verzeichnet einen leichten Zuwachs von 1,1 Prozent.



Rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes (273 Mio. EUR*) machen die Warengruppen Mikrofone und Kopfhörer, Kabel sowie Beschallung aus. Diese Warengruppen wuchsen 2011 proportional am stärksten und verzeichneten die höchsten Umsatzzuwächse. Mikrofone und Kopfhörer 137,8 Mio. EUR Umsatz* (110,9 Mio. EUR in 2010*), Kabel 18,5 Mio. EUR Umsatz* (15,9 Mio. EUR in 2010*), lediglich die Warengruppe Beschallung 116,4 Mio. EUR Umsatz* (118,7 Mio. EUR in 2010*) bilanziert mit einem leichten Minus von 2 Prozent.



„Umsatztreiber waren im vergangenen Jahr die Warengruppen Kopfhörer und Mikrofone sowie Kabel mit einem Umsatzplus von 24,2 Prozent beziehungsweise 16,1 Prozent. Gründe hierfür waren unter anderem der starke modische Trend im Bereich der Kopfhörer sowie die Debatte um zusätzliche Funkfrequenzbereiche für mobile Datendienste“, so Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM.



Knapp 7 Prozent des Gesamtumsatzes (60 Mio. EUR Umsatz*) machen bisher die Warengruppen Recording Hardware, Computer Software, DJ-Equipment sowie andere elektronische Produkte aus.