Musiker hören im Alter besser

Mit zunehmendem Alter verlieren zahlreiche Menschen die Fähigkeit, Sprache und andere Geräusche zu verstehen. Als Hauptursache für hierfür galt lange der schleichende Hörverlust. Eine im Journal of Neuroscience veröffentlichte Studie von Gavin Bidelman (University of Memphis) und Claude Alain (Universität Toronto) zeigt nun, dass auch Signale von voll funktionsfähigen Haarzellen im Innenohr es mit dem Alter schwerer haben, zum Hörzentrum im Großhirn durchzukommen. Weit weniger ausgeprägt sei diese Signalstörung jedoch bei älteren Musikern. Im Vergleich zu Nichtmusikern waren sie zudem besser in der Lage, unterschiedliche Sprachklänge auseinander zu halten. Als Grund vermuten Bidelman und Alain eine Optimierung der Kommunikation zwischen Ohr und Sprachzentrum durch das Musizieren.

www.jneurosci.org