Neuer Präsident für CAFIM

Die Delegiertenversammlung der CAFIM wählte Ende Juni Antoine Beaussant zu ihrem neuen Präsidenten. Claudio Formisano wurde zum Vizepräsidenten ernannt.

Im Rahmen der Delegiertenversammlung am 29. Juni 2012 in Paris übernahm Antoine Beaussant, Vorstandsmitglied des französischen Verbandes der Musikindustrie Chambre Syndicale de la Facture Instrumentale (CSFI) sowie des Bundesverbandes der deutschen Musikinstrumenten-Hersteller e.V. (BDMH), das Amt des Präsidenten der CAFIM (Confederation of European Music Industries). Seit 2007 leitet er erfolgreich die Geschicke der französischen Traditionsunternehmen und Hersteller von Blasinstrumenten Buffet Crampon und Antoine Courtois. Zu dieser Gruppe gehört auch die Blechblasinstrumentenmarke Besson, sowie die Firma Schreiber-Keilwerth in Deutschland. Seit 2012 firmiert der Musikinstrumenten-Konzern als „Buffet Group“.

 

Zum Vizepräsidenten gewählt wurde Claudio Formisano, Präsident des italienischen Verbandes der Musikindustrie Dismamusica, der über 80 Prozent des nationalen Markts darstellt und dessen Hauptziel das Fördern des Musizierens in Italien ist. Er ist Inhaber und Geschäftsführer von Master Music, Exklusiv-Distributor für Italien vieler namhafter Musikinstrumentenmarken sowie einer der Gründer, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Aufsichtsbehörde von Remedia, ein führender italienischer Verein, der sich mit Elektronik-Altgeräten (WEE) befasst. In Remedia vertritt Claudio Formisano den gesamten italienischen Markt der Musikinstrumente.

 

Die Delegierten befassten sich mit dem „europäisch-chinesischen Dialog“, bereiteten die Sitzung, die während der Musikmesse in Frankfurt am 22. März stattgefunden hat, nach und das geplante Treffen in Shanghai während der Music China, die vom 11.-14. Oktober stattfindet, vor. Besprochen wurden Fragen des Urheberrechts, Gebrauchsmusterschutzes, Markenschutzes, Wettbewerbsrechts sowie Marktzugangs.

 

Vertieft werden soll das Thema „Normalisierung der Vertriebswege“. Angesichts hoher Zölle ist der Marktzugang für europäische Produzenten in China deutlich begrenzt, ganz im Gegensatz zu den Bedingungen, zu denen chinesische Anbieter in Europa agieren können. Die Belastungen verteuern europäische Musikinstrumente bis zu 40 % und erschweren damit den Export und Abverkauf extrem, sind doch die Waren wesentlich teurer als andernorts. Dies ist vielen Endverbrauchern in China, u. a. durch Internetrecherche, bekannt, stößt mehr und mehr auf Unverständnis, fördert und stützt alternative Vertriebswege, die nicht gewünscht sind. Vorgeschlagen wurde, die Zoll- und Abgabenbelastung auf ein europäisches Niveau zu senken, denn chinesische Produkte werden hierzulande allenfalls mit einem Zoll zwischen 3 und 3,5 % ohne weitere Abgaben belegt.

 

Ferner behandelt werden sollen die Themen Musikerziehung und Möglichkeiten von Partnerschaften im Bereich des Militärmusikwesens. Schließlich befassten sich die Delegierten mit Überlegungen zur Unterstützung der Musikerziehung am Beispiel der kanadischen Organisation „The Coalition for Music Education“.

 

Bild u.: Claudio Formisano

 

Quelle/Fotos: CAFIM