Samick kauft Klavierbauer Seiler

Der koreanische Konzern Samick hat den insolventen Klavierbauer Seiler gekauft. Bereits am 3. November 2008 wird die Arbeit an beiden Standorten in Kitzingen wieder aufgenommen.

Wie am 30. Oktober 2008 bekannt wurde, hat der koreanische Konzern Samick den angeschlagenen Klavierbauer Seiler gekauft. Bereits am 3. November 2008 wird die Arbeit an beiden Kitzinger Standorten wieder aufgenommen.

 

Laut Insolvenzverwalter Bruno Fraas sind alle 40 Mitarbeiter des traditionsreichen Unternehmens übernommen worden. Ob und wie die Produktpalette zukünftig erweitert wird, ist derzeit noch offen. Samick habe auch alles übernommen, was an Material oder Instrumenten vorhanden ist, heißt es  aus Unternehmenskreisen. Nicht weiterbeschäftigt werden allerdings die vier Mitarbeiter im Vertrieb.
Laut Fraas plant Samick, den Vertrieb über die eigenen Vertriebskanäle laufen zu lassen. Der Betriebsrat habe den Entscheidungen des neuen Eigentümers zugestimmt. Mit dem Verkauf habe Fraas sein Ziel erreicht, „den Gesamtbetrieb zu erhalten“.

 

Seiler war nach massiven Auftragsrückgängen in Schieflage geraten und hatte im Juli Insolvenz angemeldet. Wenig später war die Produktion eingestellt worden. Die Familie Seiler ist an dem neuen Unternehmen, das nun unter Seiler Pianoforte GmbH firmiert, nicht mehr beteiligt.